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Invasive Neophyten im Visier

Riesen-Bärenklau Ruckhaldeweg

Gewisse gebietsfremde Pflanzen können einheimische Arten verdrängen, zu Gesundheitsproblemen beim Menschen und zu ökonomischen Verlusten führen. Einige davon hat der Bund wegen ihrer Gefährlichkeit sogar verboten. In der Stadt St.Gallen werden Neophyten in vielen Gebieten aktiv bekämpft. Doch nur wenn private Grundstückbesitzer mitziehen ist langfristig ein Erfolg sichtbar. Die Stadt informiert am 21. Juni 2018 anlässlich eines Rundgangs über die Thematik.


Die meisten gebietsfremden Pflanzen, oder Neophyten, sind harmlos und bereichern unsere Flora. 58 Arten sind in der Schweiz als gefährlich bekannt, aber dennoch weit verbreitet. Der Bund hat 2008 Verkauf und Verbreitung von 18 Arten wie dem Riesen-Bärenklau oder dem japanischen Staudenknöterich in der Freisetzungsverordnung verboten. Ihr Gefährdungspotenzial ist vielseitig: Sie breiten sich aggressiv aus, verdrängen dabei einheimische Arten und können zu ökonomischen, ökologischen oder gesundheitlichen Schäden führen. So kann zum Beispiel der Riesen-Bärenklau Verbrennungen der Haut auslösen. Der japanische Staudenknöterich vermag Bachufer zu destabilisieren und Bauten zu beschädigen.

Invasive Neophyten sind wahre Überlebenskünstler. Tiefreichende Wurzeln oder eine grosszügige Samenproduktion erschweren die Bekämpfung grosser Bestände. Chemische Mittel wie Unkrautvertilger sind gerade entlang von Gewässern oder in Naturschutzgebieten ein Tabu. Die Pflanzen müssen hier aufwändig von Hand gemäht oder ausgerissen werden. Die Stadt St.Gallen investiert viel, um entlang von Gewässern und in wertvollen Naturräumen Neophyten zu bekämpfen. Wo möglich werden bereits kleine Einzelbestände ausgerissen oder gemäht, um eine unkontrollierte Vermehrung frühzeitig zu verhindern.

Sameneinträge sind jedoch immer wieder möglich. Aus Unkenntnis werden immer noch invasive Neophyten in Gärten gepflanzt oder bestehende Bestände ignoriert. Die Bekämpfung der unerwünschten Pflanzen gelingt nur, wenn auch Gartenbesitzer und Gartenbesitzerinnen aufmerksam sind und mithelfen, die Verbreitung invasiver Neophyten zu stoppen. Je länger man das Problem vor sich hin schiebt, desto mehr verstärkt es sich. Entsprechend steigen Aufwand und Kosten für die Entfernung.

Informationen, Bestimmungshilfen und Kostenschätzungen für die Beseitigung von Neophyten bietet die Homepage www.pollenn.ch. Der Aufbau dieser Internetseite wird von der Stadt St.Gallen aktiv unterstützt.

Informieren Sie sich über invasive Neophyten anlässlich eines Rundgangs am Donnerstag, 21. Juni 2018, 18.00 bis 19.30 Uhr, Treffpunkt Busendhaltestelle Riethüsli. Organisiert wird der Anlass durch die städtischen Dienststellen Stadtgrün und Stadtplanung.


Medienmitteilungen - Invasive Neophyten im Visier (14.06.2018 08:22)



 








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