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Erneuerung der VBSG-Flotte ab Dezember 2020

Front eines VBSG-Busses

Ab dem Fahrplanwechsel 2020 starten die VBSG die Gesamterneuerung des zum Teil in die Jahre gekommenen Fahrzeugparks. Die Flottenstrategie sieht vor, im Rahmen der Erneuerung auf umweltschonende, elektrische Antriebsformen umzusteigen. Für die Bedienung der Linien Wittenbach – Abtwil (neue Linien 3 und 4) sowie St.Georgen – Heiligkreuz (neue Linie 6) sind 17 neue Batterietrolleybusse vorgesehen. Dafür wird dem Stimmvolk am 25. November ein Kredit von CHF 37,5 Mio. unterbreitet.


Am 26. Juni 2018 stimmte das Stadtparlament der Beschaffung von insgesamt 17 Batterietrolleybussen per Dezember 2020 zu. Die letzte Gesamterneuerung der Dieselbusflotte fand in den Jahren 2008 und 2009 statt. Ein grosser Teil dieser Fahrzeuge erreicht 2021 das Ende der vorgesehenen Einsatzdauer. Basierend auf dem Energiekonzept 2050 der Stadt St.Gallen haben die VBSG eine Flottenstrategie erarbeitet, welche eine schrittweise Elektrifizierung der gesamten Flotte vorsieht. Bei den grossen Dieselfahrzeugen (Gelenkautobusse und Buszüge) stehen für die VBSG Batterietrolleybusse im Zentrum. Für die kleinen Gefässe, also Autobusse mit einer Länge von bis zu zwölf Metern, sieht die VBSG Batteriebusse vor, sobald am Markt Batterien verfügbar sind, welche die erforderlichen Reichweiten erlauben. 

Die aktuelle Vorlage umfasst die Beschaffung von 11 Doppelgelenktrolleybussen und 6 Gelenktrolleybussen mit Batteriepaketen. Der Verpflichtungskredit beträgt inklusive Fahrleitungsbau CHF 37,5 Millionen. Diese Investition wird in den nächsten Jahren zu etwa einem Drittel durch Abgeltungen sowie zu ungefähr zwei Dritteln durch Ticketverkäufe und weitere Erlöse der VBSG finanziert. 50 Prozent der Abgeltungen übernimmt dabei der Kanton St.Gallen und 50 Prozent der Gemeindepool, an den die Stadt St.Gallen aktuell etwa 31 Prozent beisteuert. 

Batterien während der Fahrt laden

Allen elektrisch angetriebenen Systemen ist gemeinsam, dass der verbrauchte Strom irgendwie nachgeladen werden muss. Die Frage ist, wann, wo und wie. Das Konzept der Batterietrolleybusse kombiniert bewährte Oberleitungstechnik mit neuester Batterietechnologie. Die Fahrzeuge haben leistungsfähige Energiespeicher an Bord, die während der Fahrt aufgeladen werden (In-Motion-Charging). Das ermöglicht einen elektrischen Betrieb auch auf Linien, die nur teilweise über Trolleybus-Fahrleitungen verfügen. 

Die Batterieleistung in Batteriebussen ohne «In-Motion-Charging» reicht heute für etwa sechs Stunden Fahrdauer im Linienbetrieb. Das Aufladen der Batterie dauert mehrere Stunden (Gelegenheitsladung an den Endhaltestellen oder Nachtladung im Depot). Deshalb wären zusätzliche Ablösefahrzeuge nötig, um die städtische Taktdichte aufrecht zu erhalten. Die VBSG beobachten diese Technologie und gestalten im Rahmen der Interessengemeinschaft «Bus der Zukunft» den Technologiewandel im öffentlichen Verkehr mit. 

Bestehende Infrastruktur nutzen

Die Stadt St.Gallen ist bereits heute eine Trolleybus-Stadt und verfügt über ein Fahrleitungsnetz von rund 23 Kilometern Länge. Für die Elektrifizierung der neuen Autobuslinien 3, 4 und 6 sollen zusätzlich sieben Kilometer Fahrleitung gebaut werden. Dank der Möglichkeit, Teilstrecken künftig mit der Batterie zu fahren, können die VBSG mit verhältnismässig wenig Fahrleitungsausbau die elektrisch betriebene Strecke auf fast 60 Kilometer verdoppeln. Durch das Laden der Batterien während der Fahrt werden zudem unerwünschte Standzeiten an Ladestationen vermieden. 

Dieselbusse als Reserve

Die Buszüge, welche ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2018 eingesetzt werden, dienen ab der Elektrifizierung der Flotte als Reservefahrzeuge. Die Buszüge weisen im Anhängerbetrieb eine Fahrgastkapazität auf, die jener eines Doppelgelenkbusses ähnlich ist. Sie sind jedoch auch sehr flexibel und können mit oder ohne Anhänger auf sämtlichen Linien eingesetzt werden.

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Medienmitteilungen - Erneuerung der VBSG-Flotte ab Dezember 2020 (29.10.2018 10:00)



 








4 Kommentare
  • Rob der bob 29. Oktober 2018 22:04
    Nein stimmen,da durch die neuen Stromlinien zusätzlich Elektrosmog erzeugen,zb Linie 7,da gibt's auf der ganzen Linien dauern und permanent elektronische Strahlung,obwohl kein Fahrzeug der vbsg durch-fährt
    1 Antwort » Antworten
  • Stadt St.Gallen 31. Oktober 2018 07:43
    Trolleybusse werden mit Gleichstrom versorgt. Ein Gleichstromleiter bildet kein Magnetfeld und strahlt daher auch nicht ab. Für Gleichfelder gibt es seitens der Forschung keinerlei Hinweise auf potenzielle Gesundheitsrisiken.
    0 Antworten » Antworten
  • Zuber 29. Oktober 2018 16:37
    St. Gallen ist in keiner Art und Weise eine Gross-Stadt!!! Während Stunden fahren die Busse 4/5 leer! Wieso kann St. Gallen nicht den Fahrfluss mit Bussen ohne Anhänger in Überlängen fördern. In Gross-/Weltstädten find die Busse in Car-Form flexibel und dazu kann ein Tourist oder jemand ohne Abo das Billet beim Fahrer lösen!
    St. Gallen muss mit dem Grössen-Wahnsinn aufpassen...... St. Gallen fällt ins Gegenteil - Investitionen müssen angehalten werden! OLMA-Vergrösserung für wen??? Bus-Depot wurde beim Volksbad hingezwängt und anschliessend noch eine Rampe dazu!!!
    Für alles muss man NEIN stimmen, denn die Abwechslung mit Postautos anstatt den langsamen, schwerfälligen Stadtbussen bringt keine schnelleren Beförderungen. Unsere Stadtväter sollen sich realistisch auch in Gross-Städten informieren und umsehen! Unsere Busse genügen fürs Publikum noch Jahre, wenn man im europäischen Ausland vergleicht
    1 Antwort » Antworten
  • Rob der bob 29. Oktober 2018 22:07
    Danke,genau so sehe ich es auch,und noch mehr elektro verschandellung
    0 Antworten » Antworten

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