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Zürcher Strasse: Strassenraumgestaltung und Leitungserneuerung

Visualisierung Zürcher Strasse

Die Zürcher Strasse im Abschnitt Stahl bis Rechenstrasse wird umfangreich saniert und neuge-staltet. Vorgängig werden die Werk- und Entsorgungsleitungen erneuert. Vorausgesetzt der Zustimmung durch das Stadtparlament und erfolgter Projektauflage ohne Einsprachen kann mit einem Baubeginn im Sommer 2019 und einer Bauzeit von 16 Monaten gerechnet werden.


Die Zürcher Strasse im Gebiet Lachen ist eine der wichtigsten und am stärksten befahrenen Achsen in der Stadt St.Gallen. Hier überlagern sich die Ansprüche der Verkehrsteilnehmenden mit den Ansprüchen der Anwohnenden in hohem Masse. Sowohl die Sanierung der Strasse und Werkleitungen als auch Massnahmen zur Verbesserung der Raumgestaltung sind schon seit über zehn Jahren notwendig. Im Frühjahr 2006 haben die Stimmberechtigten der Stadt St.Gallen die Vorlage zur Umgestaltung der Zürcher Strasse knapp abgelehnt. Als Folge daraus wurde das Verkehrskonzept komplett überarbeitet und unter Einbezug von Gewerbe-, Schul- und Interessenvertretungen sowie Anwohnerinnen und Anwohner ein neues Projekt erarbeitet. 

Strassenraumgestaltung

Der gesamte Gestaltungsperimeter umfasst einen rund 1 km langen Abschnitt zwischen der Rechenstrasse und der Stahlstrasse. Kernelemente der neuen Gestaltung bilden ein 2.5 Meter breiter, teils mit Stauden bepflanzter Mehrzweckstreifen in der Mitte der Strassenanlage sowie verbreiterte Gehwege und durchgängige Radstreifen. Der Mehrzweckstreifen führt zu einer städtebaulichen Belebung und erleichtert das Überqueren der Fahrbahn. Die öffentlichen Parkplätze auf der Fahrbahn entlang der Zürcher Strasse werden aufgehoben und auf den überbreiten Trottoirflächen oder in Seitenstrassen wieder erstellt. Gesamthaft entstehen vier zusätzliche Parkplätze. Im zentralen Geschäftsraum Lachen werden zwei zusätzliche Güterumschlagplätze markiert. Die drei Bushaltestellen Schönenwegen, Waldau und Lachen werden autonom-behindertengerecht zugänglich gemacht und als Fahrbahnhaltestellen ausgebildet. Die Haltestelle Waldau wird in Kombination mit einem Fussgängerstreifen mit Mittelinsel als überholbare Haltestelle erstellt. Im Gebiet Lachen, in dem die grössten Fussgängerfrequenzen bestehen, werden zwei lichtsignalgesteuerte Fussgängerübergänge eingesetzt. Dabei werden die Grünphasen für Fussgänger mit den Bushalten kombiniert gesteuert, sodass der Verkehrsfluss nicht zusätzlich gestört wird. 

Werkleitungsbau

Nebst der Strassenraumgestaltung werden die teilweise über 60 Jahre alten Leitungssysteme erneuert oder neu verlegt. Dies betrifft die bestehende Kanalisation, Wasser- und Erdgasleitungen sowie Glasfaser- und Elektroleitungsnetze. Bereits vorgezogen wurde diesen Sommer der Einbau der Fernwärmeleitung auf einer Länge von 600 Metern. Diese steht bis Ende November 2018 zur Verfügung, um bereits diesen Winter die sichere und zuverlässige Wärmeversorgung zu gewährleisten. 

Bauablauf

Sowohl die Strassenraumgestaltung als auch der Werkleitungsbau werden koordiniert ausgeführt. Dank der Breite der Zürcher Strasse kann der Verkehr während der Bauarbeiten weiterhin zweispurig auf der Hauptachse abgewickelt werden. Je nach Bauphase müssen die Bushaltestellen provisorisch verlegt und die Gehwegbreiten angepasst werden. Bei einem Baubeginn im Sommer 2019 ist mit einer maximalen Bauzeit von 1 ½ Jahren zu rechnen, wobei im Folgejahr der definitive Fahrbahnbelag eingebaut wird. 

Kosten

Die Gesamtkosten der Strassenraumgestaltung belaufen sich auf rund CHF 7.7 Mio. Da es sich bei der Zürcher Strasse um eine Kantonsstrasse handelt, beträgt der Anteil der Stadt St.Gallen rund CHF 1.25 Mio. Nach Abzug der Beiträge aus Rückstellungen von Aufgrabungsgeldern und dem Agglomerationsprogramm ist effektiv ein Nettokredit von CHF 590'000 erforderlich.  Für den Werkleitungsbau werden knapp 9 Mio. veranschlagt, so dass sich die gesamten Bruttokosten für beide Vorhaben auf rund CHF 10 Mio. belaufen werden.

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Medienmitteilungen - Zürcher Strasse: Strassenraumgestaltung und Leitungserneuerung (02.11.2018 08:26)



 








1 Kommentare
  • Ruedi Wirth 06. November 2018 10:34
    Eine absolute Meisterleistung, die beiden Bushaltestellen Lachen so zu gestallten,dass der übrige Verkehr gebremst wird. Dass die umliegenden Quartierstrassen als Schleichwege benutzt werden, liegt auf der Hand. Was passiert,wenn die Stadtautobahn überlastet ist,und der Verkehr über die Kantonsstrasse läuft? Ein riesen Verkehrschaos. Alles so geplant und gewollt...…….
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