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Tests am Geothermie-Bohrloch

Ansicht Bohrloch

Am 28. und 29. August 2019 finden auf dem Geothermie-Bohrplatz im Sittertobel Messungen am Bohrloch statt. Diese erfolgen im Rahmen des EU-Forschungsprojekts «Science4CleanEnergy», an dem die Stadt St.Gallen beteiligt ist. Die Tests bergen keinerlei Risiken für die Bevölkerung oder den Untergrund der Stadt St.Gallen.


Durchgeführt werden die Messungen von der «TWI Ltd.» aus Cambridge (Grossbritannien), einem der Projekt-Partner von «Science4CleanEnergy». Dabei werden von ihnen entwickelte Messgerät-Prototypen erstmals unter realen Bedingungen getestet. Ziel ist es, den aktuellen Zustand der eingebauten Rohre im Bohrloch über die gesamte Länge zu analysieren. Liefern die Prototypen die gewünschten Resultate, werden sie für das Geothermie-Projekt in Cornwall (Grossbritannien) eingesetzt.

St.Galler Stadtwerke als Partner des Forschungsprojekts

«Science4CleanEnergy» ist ein drei Jahre dauerndes EU-Forschungsprogramm mit 23 europäischen Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft sowie der öffentlichen Hand und dauert noch bis August 2020. Im Rahmen des Projekts werden Umwelteinflüsse von Geoenergien (u.a. Geothermie) auf den Untergrund bestimmt, neue Messtechnologien erprobt und umweltrelevante Daten gesammelt. Die St.Galler Stadtwerke unterstützen das Projekt, indem sie das Bohrloch für Feldtests sowie früher erhobene Messdaten zur Verfügung stellen. Ein Eingriff in das Gas-Wasser-Vorkommen findet nicht statt. Für ihre Teilnahme erhalten die St.Galler Stadtwerke eine finanzielle Entschädigung und profitieren vom Austausch mit europäischen Fachspezialisten bezüglich einer allfälligen alternativen Nutzung des St.Galler Bohrlochs.

Bohrloch bleibt weiterhin offen

Kürzlich hat zudem der Kanton St.Gallen die Baubewilligung für den Bohrplatz um zehn Jahre verlängert. Eröffnet sich innert dieser Frist keine alternative Nutzungsmöglichkeit, wird das Bohrloch bis 2029 definitiv verschlossen. In der Zwischenzeit wird der Bohrplatz verschiedentlich genutzt: Als zusätzliche Fläche für Kehrichtballenlager der Entsorgung St.Gallen, für nicht täglich in Betrieb stehende Busse der Verkehrsbetriebe oder als Materiallager des OpenAir St.Gallen.

Geothermie-Projekt der Stadt St.Gallen

Aufgrund einer unzureichenden Wasserförderrate und der komplexen geologischen Verhältnisse haben die St.Galler Stadtwerke im Jahr 2014 entschieden, das Geothermie-Projekt nicht weiter zu verfolgen. 2015 hat der Stadtrat entschieden, das rund 4450 Meter tiefe Bohrloch «St.Gallen
GT-1» im provisorisch verschlossenen Zustand zu belassen, bis alternative Nutzungsmöglichkeiten geprüft worden sind. Das Loch ist mit einer Konservierungsflüssigkeit gefüllt und mehrfach gesichert. Es wird kontinuierlich überwacht.


 








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