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Stadtrat präsentiert das neue Kulturkonzept 2020

Titelbild Kulturkonzept 2020

Das neue Kulturkonzept entstand während zwei Jahren in einem partizipativen Prozess mit städtischen Kulturschaffenden und weiteren Interessierten. Es spiegelt die aktuellen Entwicklungen und Bedürfnisse im St.Galler Kulturleben, legt die künftigen Handlungsfelder der städtischen Kulturpolitik fest und definiert entsprechende Massnahmen.


Das Kulturkonzept 2020 baut auf dem ersten Kulturbericht 2001 und dem Kulturkonzept 2009 auf. Beide Dokumente enthalten grundsätzliche Aussagen zur städtischen Kulturpolitik und Kulturförderung, die im Wesentlichen heute noch gültig sind. Seither verändert haben sich das kulturelle Angebot, die Tendenz zu spartenübergreifenden Projekten und der Kulturbegriff selbst. Themen wie kulturelle Teilhabe, Interdisziplinarität, Soziokultur oder Kulturvermittlung werden mittlerweile in der Gesellschaft wie auch in der Kulturförderung des Bundes, der Kantone und Gemeinden stärker gewichtet. Das neue Kulturkonzept berücksichtigt diese kulturpolitischen Entwicklungen und konkretisiert die in der Vision 2030 und den Legislaturzielen 2017-2020 des Stadtrates formulierten strategischen Stossrichtungen.

Ziel und Zweck

Das Kulturkonzept richtet sich an Kulturschaffende, Kulturvermittelnde, Vereine und Institutionen einerseits sowie an Stadtrat, Stadtparlament, Verwaltung und insbesondere die Dienststelle Kulturförderung und entsprechenden Gremien andererseits.  Zudem erfahren kulturell Interessierte sowie private und andere öffentliche Kulturförderstellen, wie der Stadtrat die Kulturstadt definiert, das kulturelle Leben fördert und kulturelle Aktivitäten unterstützt. Es gilt für das Jahr 2020 und die beiden Legislaturperioden 2021-2024 und 2025-2028 sowie auf die Vision des Stadtrates abgestimmt für die Jahre 2029 und 2030. Das Kulturkonzept soll künftig regelmässig von Stadt und Kulturschaffenden reflektiert werden. Zudem pflegt die Dienststelle Kulturförderung den Austausch mit Kulturschaffenden, um deren Bedürfnisse zu kennen und die Umsetzung neuer Massnahmen rasch zu prüfen zu können.

In partizipativem Prozess entstanden

Das vorliegende Kulturkonzept 2020 entstand im Zeitraum von April 2018 bis Herbst 2019 unter der Leitung der Dienststelle Kulturförderung in Zusammenarbeit mit internen und externen Fachpersonen (vollständige Liste, siehe Website «Kulturkonzept 2020»). An der Erarbeitung konnten in einem mehrstufigen Vorgehen unterschiedliche Anspruchsgruppen aus dem St.Galler Kulturleben partizipieren und ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Nebst Einzelinterviews und Gruppendiskussionen in Fach- und Steuergruppen dienten zwei Forumsveranstaltungen mit Kulturschaffenden und Interessengruppen sowie das Stadtkulturgespräch dazu, auf breiter Basis die künftigen Bedürfnisse zu ergründen und zu gewichten.

Sechs Handlungsfelder

Gegenüber den früheren Konzepten wurde im neuen Kulturkonzept die Verbindlichkeit erhöht. Es definiert in folgenden sechs Handlungsfeldern Massnahmen.

  1. Vielfalt pflegen: Thematische Schwerpunkte bei Institutionen, Projekten und Veranstaltungen sowie die Vielfalt tragen dazu bei, sich noch stärker als Kulturstadt zu profilieren sowie breite Bevölkerungskreise anzusprechen.
  2. Verbindungen fördern: Eine bessere Vernetzung unter Kulturschaffenden und –institutionen sowie die Kooperationen über Kultursparten, Disziplinen hinweg bereichern das Angebot und bieten die Chance, neues Publikum anzusprechen und unterschiedliche Gesellschaftsgruppen miteinzubeziehen.
  3. Teilhabe stärken: Vermittlungsangebote in den vielfältigen Kulturbereichen sowie soziokulturelle Angebote sollen vermehrt gefördert werden, um das ganze Spektrum der Gesellschaft anzusprechen und an Kultur und dem städtischen Leben teilhaben zu lassen.
  4. Neues ermöglichen: Um sich als innovative Kulturstadt zu profilieren, braucht es Förderformen, die sich an den spezifischen Bedürfnissen der Kulturarbeit und den gesellschaftlichen Entwicklungen zu orientieren.
  5. Kultur kommunizieren: Analoge und digitale Kommunikation sollen vermehrt zeitnah und aktiv betrieben werden, um Kulturschaffenden den gegenseitigen Austausch zu ermöglichen sowie die Öffentlichkeit für Kultur zu sensibilisieren.
  6. Schnittstellen etablieren: Um das Verständnis für die Förderpraxis zu erhöhen, sollen Vergabekriterien, Mittelverteilung und Zuständigkeiten transparent und nachvollziehbar gemacht werden.

Die einzelnen Umsetzungsschritte, der Zeithorizont, die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sowie die Beteiligten und Verantwortlichkeiten sind im Anhang zum Kulturkonzept näher beschrieben.

Textalternative zum Video


Medienmitteilungen - Stadtrat präsentiert das neue Kulturkonzept 2020 (04.11.2019 08:04)



 








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