Sanierung Grundablass Knabenweiher

Drei Weieren

Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit muss der Grundablass des Knabenweihers saniert werden. Die dafür notwendigen Bauarbeiten starten am 14. September 2020. Der Knabenweiher und der Mannenweier sind deshalb ab dem 21. September für die Öffentlichkeit gesperrt.


Die Weiher im Gebiet «Drei Weieren» wurden im 17. und 18. Jahrhundert künstlich angelegt. Ihr Wasser diente einerseits der Bekämpfung von Feuersbrünsten in der Stadt, andererseits der Leinenindustrie auf den sogenannten «Bleichen». Daneben waren die Weiher bereits früh auch als Badeweiher und Naherholungsgebiet genutzt worden. Die künstliche Anlage der Weiher bedingt heute regelmässige Unterhalts- und Erneuerungsarbeiten.

Der knapp 100 Jahre alte Grundablass des Knabenweihers ist sanierungsbedürftig. Die alte Holzleitung samt Schieber ist in einem schlechten Zustand und kann weder unterhalten noch kontrolliert werden. Ein sicherer Betrieb im Sinne der Stauanlagenverordnung des Bundes ist ohne Instandstellung nicht mehr möglich. Deshalb wird eine neue Grundablassleitung durch den Knabenweiherdamm erstellt.

Damit die neue Grundablassleitung gebaut werden kann, müssen der Knabenweiher vollständig und der Mannenweier teilentleert werden. Die offizielle Badesaison geht am 13. September 2020 zu Ende. Erste Installationsarbeiten beginnen am 14. September 2020 auf dem Knabenweiherdamm. Ab dem 21. September 2020 wird der Mannenweier teilentleert. Aufgrund der Absturzgefahr nach der Entleerung der beiden Weiher wird das Gelände aus Sicherheitsgründen abgesperrt. Das Baden in den beiden Weihern wird somit ab dem 21. September nicht mehr möglich sein. Ein Baubeginn unmittelbar nach Ende der Badesaison 2020 ist nötig, damit die Badesaison 2021 pünktlich im Mai beginnen kann. Der Wiedereinstau der beiden Weiher ist auf Mitte / Ende Februar 2021 geplant.


Medienmitteilungen - Sanierung Grundablass Knabenweiher (10.09.2020 08:36)



 








10 Kommentare
  • Daniel Locher 17. September 2020 09:26
    Ein Kommentar doch noch zu dieser Woche: Es ist schade, hat man diesen verlängerten Sommer seitens Stadt "ignoriert". Die Nutzung war sehr hoch (im und ums Wasser), die gebotene Infrastruktur und Reinigung eher bescheiden. Durch den Wegfall des WCs beim Damm hat sich alles auf das verbleibende WC konzentriert, nicht unbedingt eine angenehme Sache. Bei kleineren Verletzungen stand man vor verschlossener Bademeistertüre.

    Ich weiss, die Kollegen Buchs & Co. haben vermutlich weitere Verpflichtungen, aber ein minimaler Support wäre doch möglich gewesen, oder?

    Übrigens: auf der Zufahrt kam es zu teilweise gefährlichen Situationen mit kreuzenden Lastwagen. Sie mussten sich ihren Weg nahezu "bahnen". Ein Fahrer fuhr dann vermutlich ziemlich verärgert und ziemlich zu schnell die Strasse runter, glücklicherweise kam niemand vom Seiteneingang heraus.
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  • Daniel Locher 15. September 2020 11:22
    Partizipation ist wichtig und richtig, hat aber auch seine Grenzen, wenn es um z.B. technische oder sicherheitsrelevante Punkte geht. Ich traue der Stadt zu, die Situation richtig einzuschätzen und allenfalls ein verantwortbares Hintertürchen für Eisbader & Co. offen zu lassen oder zu gegebener Zeit (z. B. Ende Februar) zu schaffen. Fact ist aber auch, dass wenn etwas passiert, rasch die Schuld an fehlender Absperrung und ähnlichem gefunden wird (Haftpflicht). Diese "Fremdverantwortungskultur" grassiert leider zusehends.

    Apropos Säntispark: der natürliche Badeweiher ist immer vom Herbst bis im Frühling aufgrund Winterruhe leider auch geschlossen. Jeden Winter, nicht nur alle 100 Jahre.
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  • Stadt St.Gallen 15. September 2020 11:36
    Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Verständnis für die Arbeiten.
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  • Eisbader 16. September 2020 21:44
    Apropos Säntispark: Der Naturweiher ist nicht geschlossen, sondern es wird aus Haftungsgründen darauf hingewiesen, dass "das Baden aus gesundheitlichen Gründen nicht empfohlen wird". Genauso wie viele andere Stammgäste, die aufgrund des Weihers ein Jahresabo lösen, benutzen wir den Weiher aus gesundheitlichen Gründen.
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  • Daniel Locher 17. September 2020 09:15
    Danke für die Präzisierung. Ich dachte bisher, dass der Naturweiher diese Winterruhe benötigt, zudem sind die Filter ausser Betrieb.

    In den Anfangszeiten war er noch ganzjährig geöffnet, was ich immer sehr genossen und genutzt habe. Mit kleinen "Eispickeleinlagen" ;).
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  • Eisbader 13. September 2020 00:46

    Auch wir baden gern ganzjährig im Mannenweier, wenn nötig mit Eispickel, aber hier wird ja auf hohem Niveau gejammert. Da wird einmal in 100 Jahren eine zur Betriebssicherheit nötige Arbeit ausgeführt, eine Nichtausführung würde bedeuten, dass der Knaben- und Mannenweier trockengelegt werden müsste, im letzteren befinden sich 55 Mio. Liter Wasser im Knabenweier annähernd soviel. Niemand möchte bei einem Dammbruch soviel Wasser in der Stadt haben.
    Wenn man auch nur eine minimale Ahnung über den Wasserhaushalt und die Zusammenhänge des Chrüz- (und nicht Frauen-), Knaben-, Mannen- und Mühleggweier hätte, wüsste man, dass der Grundablass des Knabenweier in den Tiefenbereich des Mannenweier führt. Ich glaube kaum, dass jemand bereit wäre Betonarbeiten unterwasser auszuführen.
    Hier an dieser Stelle auch ein Dank an die Stadt, dass das Baden am Mannenweier seit der Coronazeit uneingeschränkt möglich war und ist, wäre die Anlage in einer Aussengemeinde wäre sie über Monate geschlossen gewesen.
    Im Übrigen gibt es im Winter genug Alternativen zum Schwimmen z. B. Gübsensee, Bodensee oder im Säntispark in der Saunawelt gibt es auch einen Naturweiher.
    Ausserdem scheinen mir die Kommentare und ebenfalls die Meldung im Stadtmelder bez. Foxtrail vom 24.09.2019 von "gd" sehr suspekt um nicht zu sagen ich halte sie für einen Fake.
    Da wir Eisbader uns untereinander kennen ist es völlig unerklärlich wer hier solche unrealistische Forderungen stellt.
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  • Stadt St.Gallen 14. September 2020 08:14
    Vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung und Ihr Verständnis für die Arbeiten. Wir leiten den Kommentar gerne intern weiter.
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  • gd 11. September 2020 17:55
    liebe verantwortliche, das ist eine sehr bedauerliche mitteilung. wettermässig ist das schwimmen für viele leute jeweils noch lang über das badesaisonende hinaus ein muss. für die ganzjahresschwimmerinnen, zu denen ich gehöre, ist die sperrung eine katastrophe. winterschwimmen ist eine lebenshaltung - der zugang zum mannenweier von daher unbedingt notwendig. gibt es wirklich keine alternative zur sperrung? kann das wasser nicht im mannenweier bleiben trotz der leerung des bubenweiers? oder ist die zuständige stelle der stadt gewillt, die bitte um ein ausweichen in den frauenweier fürs schwimmen ernsthaft zu prüfen? bitte zeigen sie sich flexibel, ideenreich, dem schwimmenden teil der bevölkerung mit empathie entgegenkommend! danke und freundliche grüsse gd
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  • Stadt St.Gallen 11. September 2020 18:11
    Danke für die Nachfrage. Wir freuen uns, dass Sie die Drei Weieren ganzjährig schätzen. Zur Gewährleistung der Betriebssicherheit muss der Grundablass des Buebenweiers wie erwähnt saniert werden. Gemäss Auskunft des Tiefbauamts ist das Absenken des Mannenweiers für diese Arbeiten zwingend notwendig, dies mindestens um fünf Meter. Zum Frauenweier: Beim Familienbad Dreilinden handelt es sich um ein eingezäuntes Badeareal, welches nicht frei zugänglich ist. Dieses Bad darf ohne Wasseraufsichtspersonal nicht betrieben werden.
    Wir bitten Sie um Verständnis für die Arbeiten.
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  • gd 12. September 2020 10:48
    Danke Stadt, Sie haben sich 15 Minuten Zeit für die abschlägige Antwort gelassen. Nun, ich habe Verständnis für die Sanierungsarbeiten im Bubenweier aber verstehe nicht, wieso der Mannenweier deswegen gesperrt werden muss. Ich glaube Ihnen nicht, dass das nötig ist, vermutlich ist es die einfachste Lösung, an den Schiwmmern vorbeigedacht. Vor zwei Jahren wurde auch das Wasser für Reinigungsarbeiten abgelassen und wir haben uns an der Treppe runtergehangelt und im restlichen Wasser unser Programm durchgezogen. Ausserhalb der Badesaison ist schwimmen auf eigene Verantwortung immer erlaubt gewesen. Wäre es denn vielleicht möglich, die Sperrung auf die kältesten Monate (Dez.-Feb.) zu beschränken? Ich weiss, dass wir Anhänger des ganzjährigen Schwimmens keine Lobby haben und mein aufrichtiger Dank im Falle einer kreativen kulanten Lösung wäre eben nur ein Dank, nichts monetäres, nichts, woran Sie etwas verdienen. So ist das in einer durchökonomisierten Gesellschaft. Sie hätten wenigstens ein super Gefühl, uns damit einen Gefallen getan zu haben :-) Wenn dereinst die Sauna im Frauenbad fertiggestellt ist, wirds ja mit der Regelung anders aussehen?? Nun, mal schauen, ob sich die Sache noch zu unseren Gunsten entwickelt. Freundliche Grüsse gd
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