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Rosenbergstrasse 52 – Innenrenovation

Rosenbergstrasse 52

Die in der Formensprache der Neorenaissance für St.Galler Verhältnisse reich instrumentierte, strassenbestimmende Häuserzeile am Hangfuss des Rosenbergs ist 1892 entstanden. Der Winterthurer Baumeister Josef P. Schmid hat sie für die Herren Schürpf und Seiler erstellt.


Über dem gewerblich genutzten Erdgeschoss befinden sich vier repräsentative Wohnetagen, in denen sich die Formensprache der Fassaden fortsetzt. Einst als Wohnraum am Puls des Stadtlebens begehrt und in unmittelbarer Nachbarschaft zum „modernen und zukunftsträchtigen“ Verkehrsmittel Bahn gelegen, haben diese aber seit Mitte des 20.Jahrhunderts zunehmend an Beliebtheit verloren und wurden sukzessive in Büroräume umgenutzt. Dafür waren nicht stilvolle Parkettböden oder Stuckdecken gefragt, sondern pflegeleichte Oberflächen, eine hohe Versorgungsdichte mit Medienleitungen oder schallgedämmte Innenräume. Geblieben sind uniforme Raumgefüge ohne Esprit und Charme, die in keiner Weise mehr der repräsentativen Gebäudehülle entsprachen.

Umso erfreulicher ist es, dass sich die St.Galler Pensionskasse – sie besitzt und unterhält einige historische Bauten – entschlossen hat, in diesem Gebäude ihre Verwaltung neu unterzubringen und dafür die Räume stilgerecht, aber auch nutzungsorientiert zu renovieren: „Wir wollen kein Museum, wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen attraktiven Arbeitsplatz und ein angenehmes Arbeitsklima bieten, dabei sollen bei der Renovation auch Nutzen und Kosten in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.“


Denkmalpflege - Rosenbergstrasse 52 – Innenrenovation (09.08.2017 08:54)



 

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