Accesskeys

Der evangelisch-reformierte Kirchenbau in der Stadt St.Gallen

Ausstellung 1. Stock Rathaus

Die Ausstellung der städtischen Denkmalpflege im Rahmen des 500-jährigen Reformationsjubiläums zeigt auf insgesamt 13 Tafeln das bauliche Erbe der Reformation in der Stadt St.Gallen.


Dies beginnt mit der ältesten Kirche der Stadt zu St.Mangen und mit der Stadtkirche St.Laurenzen, welche beide älter als die Reformation sind. Mit der religionspolitischen Öffnung und dem Wachstum der Stadt St.Gallen werden zum Ende des 19. Jahrhunderts neue, grössere Kirchen notwendig – und diese werden auch entsprechend prominent im Stadtbild inszeniert, wie beispielsweise bei der neugotischen St.Leonhard-Kirche, aber auch im Linsebühl. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts beginnen sich die Aussenquartiere in eigenen Kirchgemeinden zu organisieren und bauen sich ihre eigenen, vom zeittypischen Jugendstil inspirierten Gotteshäuser.

Mit dem Bau des Kirchgemeindehauses Lachen 1935 hält eine neue Baugattung im Kirchenbau Einzug, es ist eines der ersten seiner Art in der Ostschweiz. In der Nachkriegszeit wächst der Wunsch der jeweiligen Quartierbevölkerung, ein eigenes Versammlungszentrum zu haben, was schliesslich zum Bau von Kirchgemeindehäusern in St.Georgen, im Grossacker, im Stephanshorn, in Winkeln, in Rotmonten und im Riethüsli führt. Die jüngste Entwicklung mit einem ökumenischen, gemeinsam von katholischer und reformierter Kirche getragenen Kirchgemeindezentrum im Haldenquartier könnte für die Zukunft vielleicht wegweisend sein.

Die in der Ausstellung vorgestellten, ganz unterschiedlichen Kirchenbauten dokumentieren einerseits die Entwicklung des reformierten Kirchenbaus, sie erzählen andererseits aber auch auf ihre Weise ein Stück Stadtgeschichte.


Denkmalpflege - Der evangelisch-reformierte Kirchenbau in der Stadt St.Gallen (07.12.2017 09:20)



 








0 Kommentare

Servicespalte