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Muss Integration nützlich sein?

Vernissage im Rahmen des Forums Integration am Montag, 5. Dezember 2016, 19 bis 21 Uhr, Katharinensaal. Das FORUM und die Ausstellung gehen den Fragen nach, wie Migrantinnen und Migranten hier die Gesellschaft mitgestalten, welche Potenziale hier gefragt und nützlich sind und welche zurückgelassen werden mussten.


Die Ausstellung im Katharinensaal zeigt zehn grossformatige Portraits von Migrantinnen und Migranten aus der Region St.Gallen. Sie zeigen, welche Erfahrungen, Fähigkeiten und Potenziale sie aus ihrer Heimat mitgebracht haben. Verglichen wird ihre gesellschaftliche Stellung im Heimatland und hier in der neuen Heimat. Die Ausstellung kann vom 6. Dezember bis 11. Dezember 2016, täglich von 11 Uhr bis 19 besichtigt werden. Der Eintritt ist kostenlos.

Die Ausstellung geht der Frage nach, wie Migranten hier die Gesellschaft mitgestalten, welche Potenziale hier gefragt und nützlich sind und welche zurückgelassen werden mussten.

…so erzählt der Grafikdesigner aus Teher­an, wie er hier im Asyl dank seiner Kunst Heimat findet und überleben kann, die Modedesignerin aus Kamerun beschreibt ihren Weg vom angesehenen Modeatelier in Jo­hannesburg zum afrikanischen Treff­punkt im Lachenquartier St.Gallen. Die ehemalige serbische Jurastuden­tin organisiert zeitgenössische Kulturveranstaltungen, um dem hier wachsenden Nationalismus entgegen zu wirken, die kurdische Chemikerin schildert ihren langen Weg der Dip­lomanerkennung und Stellensuche und der Humanwissenschaftler aus dem Kosovo zeigt auf, warum die Geschichte des Balkans auch Teil un­serer Geschichte geworden ist.... 

Wenn von Migration und Potenzialen die Rede ist, steht in der ökonomischen öffentlichen Debatte meist die Arbeitsintegration und der wirtschaftliche Nutzen im Vordergrund. Schnell geht vergessen, dass Migrantinnen und Migranten mit ihren Fähigkeiten auch unsere Gesellschaft mitgestalten und lebenswert machen. Die Ausstelllung „Muss Integration nützlich sein?“ will diese Fähigkeiten aufzeigen und geht der Frage nach, wie können Migranten und Migrantinnen ihre Fähigkeiten einbringen und wo, an welchen Orten erhält dieses Engagement Anerkennung?

Die Ausstellung geht auch auf Wanderschaft und kann an verschiedenen Orten in der Stadt und Region besich­tigt werden. An der Ausstellung mitgewirkt haben. Aida – die Schule für fremdsprachige Frauen, das Solidaritätshaus St.Gallen, das LibraFORUM der Stadtbibliothek, die regionale Fachstelle Integration Rorschach – St.Gallen – Gossau sowie HEKS-Ostschweiz 

Kontakt:
Amt für Gesellschaftsfragen, Integrationsstelle, 071 224 56 99, peter.tobler@stadt.sg.ch

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