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Entsorgung

14. März 2024, 10:00 Uhr | Bereich Entsorgung

Stadt St.Gallen senkt Schmutzwassergebühr

Der Stadtrat hat beschlossen, die Schmutzwassergebühr per 2024 um 43 Prozent zu senken. Erste Liegenschaftsbesitzende haben bereits die Abrechnungen mit den reduzierten Gebühren erhalten. Grund für die Totalrevision des Gebührentarifs zum Abwasserreglement ist ein geplanter Reservenabbau dieser Spezialfinanzierung über die nächsten 15 Jahre.

Rathaus Fassade

Die Abwasserentsorgung von Entsorgung St.Gallen ist durch die Spezialfinanzierung Gewässerschutz gesichert, die aus Schmutzwasser- und Entwässerungsgebühren sowie Anschlussbeiträgen gespiesen wird. In den vergangenen Jahren konnten durch jährliche Ertragsüberschüsse finanzielle Reserven für grössere anstehende Investitionen, wie beispielsweise den Ausbau der ARA Au, gebildet werden.

Schmutzwassergebühr sinkt um 43 Prozent
Eine Prognose hat gezeigt, dass die Reserven dieser Spezialfinanzierung nicht mehr in derselben Höhe benötigt werden wie früher angenommen. Ebenfalls hat Entsorgung St.Gallen aufgrund der unternehmerischen Ausrichtung Effizienzgewinne erreicht, die zu Kostensenkungen beigetragen haben. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, die Schmutzwassergebühr auf Anfang Jahr um knapp 43 Prozent zu senken. Seit dem 1. Januar 2024 beträgt diese somit neu CHF 0.97 (ohne Mehrwertsteuer) respektive CHF 1.05 (mit Mehrwertsteuer) pro Kubikmeter Trinkwasser. Die Schmutzwassergebühr wird einmal im Jahr nach der Menge des bezogenen Trinkwassers abgerechnet. Mit der Anpassung des Gebührentarifs zum Abwasserreglement soll die Spezialfinanzierung Gewässerschutz im Jahr 2040 voraussichtlich noch rund die Hälfte betragen.

Die Verrechnung der Schmutzwassergebühr erfolgt durch die St.Galler Stadtwerke im Auftrag von Entsorgung St.Gallen im Rahmen der periodischen Energie- und Wasserrechnung. Bei Mieterinnen und Mietern wird die Gebührensenkung die ihnen verrechneten Nebenkosten reduzieren. Die Veränderung wird auf der jeweiligen Nebenkostenabrechnung ersichtlich sein.

Abweichung von der Empfehlung der Preisüberwachung
Die Preisüberwachung empfahl eine Senkung der Schmutzwassergebühr um 40% und eine Senkung der Anschlussgebühr um nicht mehr als 20%. Eine Reduktion der Anschlussgebühr wäre jedoch bloss zukünftigen Abgabepflichtigen zugefallen, aber nicht jenen, welche den Überbestand mitfinanziert haben. Aus diesem Grund beschloss der Stadtrat, den angestrebten Reservenabbau vollständig über eine Senkung der Schmutzwassergebühr durchzuführen.

 

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