Stadt St.Gallen unterstützt vier Hilfsprojekte zur Verbesserung der Wasserversorgung
Insgesamt 40'000 Franken aus dem Fonds «Wasser-Rappen» – gespeist aus freiwilligen Bei-trägen der Kundinnen und Kunden der St.Galler Stadtwerke – hat der St.Galler Stadtrat im Jahr 2025 für vier Hilfsprojekte in Senegal, Äthiopien, Mosambik und Bangladesch bereitge-stellt. Die Mittel gehen an Organisationen, die sich für einen besseren Zugang zu sauberem Trinkwasser sowie für eine nachhaltige Sicherung der Wasserversorgung engagieren.
Folgende Projekte hat der Stadtrat im Jahr 2025 berücksichtigt:
| Organisation | Projekt | Summe |
|---|---|---|
| Barika Foundation | Wasser für die Ärmsten (Senegal) |
CHF 10’000 |
| HEKS/EPER | Trinkwasser und Latrinen für Schulen / Gesundheitszentren (Äthiopien) |
CHF 10’000 |
| Solidar Suisse | Utsanana – Sauberes Wasser / Blue Schools (Mosambik) | CHF 10’000 |
| Terre des hommes | Kalyana: Wasserversorgung / Umweltschutz in Gesundheitszentren (Bangladesch) | CHF 10’000 |
Wasser für die Ärmsten in Senegal
Senegal besteht fast ausschliesslich aus Saharasand und ist stark von Klimaveränderungen betroffen. Die Bevölkerung leidet unter der Dürre, was Hungersnöte und Landflucht auslöst. Die «Barika Foundation» möchte sechs Wasserbrunnen für rund 15'000 Menschen errichten. Neben Menschen erhalten auch Nutztiere Zugang zu sauberem Trinkwasser, was den Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln erhöht.
Trinkwasser und Latrinen für Schulen und Gesundheitszentren in Äthiopien
In Äthiopien sind 60 bis 80 Prozent der übertragbaren Krankheiten auf den eingeschränkten Zugang zu sauberem Wasser sowie auf unzureichende Sanitär- und Hygienesituation zurückzuführen. «HEKS» möchte mit dem Bau klimaresilienter Wasser- und Sanitärsysteme den Zugang zu sauberem Trinkwasser in Gemeinden, Schulen und Gesundheitseinrichtungen für rund 245'000 Menschen in Südäthiopien und der Somali-Region verbessern.
Utsanana – Sauberes Wasser und Blue Schools in Mosambik
In ländlichen Regionen Mosambiks haben nur rund 30 Prozent der Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen, lediglich 10 Prozent nutzen Latrinen. Dies führt zu verschmutzten Wasserquellen und zur Ausbreitung von Krankheiten. «Solidar suisse» verbessert seit über zehn Jahren den Zugang zu Trinkwasser, Sanitäranlagen und Hygiene in ländlichen Gebieten Mosambiks. Weiter werden 18 Wasserkomitees für den Betrieb und Unterhalt der Brunnen geschult, womit dieses Projekt rund 28'000 Menschen zugutekommt.
Kalyana: Wasserversorgung und Umweltschutz in Gesundheitszentren in Bangladesch
Im Süden Bangladeschs belasten über einer Million Flüchtlinge die Gesundheits- und Wasserinfrastruktur erheblich. «Terre des hommes» unterstützt deshalb die Wasser- und Sanitärversorgung in zwei Gesundheitseinrichtungen mit neuen Tiefbrunnen, Regenwassernutzung, Wasseraufbereitung und klimaresistenter Infrastruktur. Insgesamt soll das Projekt rund 90'000 Menschen zugutekommen.
Einfach mitmachen
Das Engagement für solche Projekte ist einfach: Auf www.sgsw.ch/wasser neues Fenster können alle St.Gallerinnen und St.Galler ihren jährlichen Beitrag für den Wasser-Rappen frei wählen. Die Abrechnung erfolgt über die Stromrechnung der St.Galler Stadtwerke. Organisationen, die Beiträge aus dem Wasser-Rappen-Fonds beantragen möchten, finden Infos dazu unter www.stadtsg.ch/wasser-rappen neues Fenster.
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Guten Tag
Mich würde interessieren welche Massnahmen ergriffen werden, damit unser eigenes Trinkwasser wieder sauberer wird ?2 Antworten Antworten -
Guten Tag. Vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Qualität des St.Galler Trinkwassers ist bereits heute sehr hoch. Regelmässige mikrobiologische und physikalisch-chemische Untersuchungen bestätigen, dass die Konzentrationen der nachgewiesenen Stoffe deutlich unter den gesetzlichen Höchstwerten der Schweizer Lebensmittelgesetzgebung liegen. Damit die hohe Wasserqualität auch in Zukunft sichergestellt wird, investieren wir laufend in moderne Aufbereitungstechnologien. Zuletzt wurde im Seewasserwerk Frasnacht eine neue UV-Anlage in Betrieb genommen. Sie bestrahlt das Wasser nach der Aktivkohlefiltration und macht mögliche Krankheitserreger zuverlässig unschädlich – ganz ohne Zusatz von Chemikalien und ohne Einfluss auf Geschmack oder Geruch des Trinkwassers. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Herkunft des Wassers. Das St.Galler Trinkwasser stammt zu 100 Prozent aus dem Bodensee. Rund 60 Prozent des Wassers, das den Bodensee speist, stammen aus alpinen Einzugsgebieten. Dieses Wasser weist von Natur aus eine sehr hohe Qualität auf, weshalb chemische Verunreinigungen im Rohwasser in der Regel sehr gering oder nicht nachweisbar sind. Zusätzlich überwachen wir die Wasserqualität kontinuierlich. Jährlich erheben und analysieren wir über 3'000 Qualitätswerte. So können wir Veränderungen frühzeitig erkennen und bei Bedarf entsprechende Massnahmen ergreifen. Detaillierte Informationen zu den aktuellen mikrobiologischen und physikalisch-chemischen Analysen finden Sie unter: https://trinkwasser.ch/de/versorger/668/stgaller-stadtwerke
Freundliche Grüsse
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Übrigens: Dieses Jahr feiern wir zusammen mit der Bevölkerung 555 Jahre Trinkwasserversorgung St.Gallen. Wir laden Sie herzlich dazu ein, uns am Jubiläumsanlass am Samstag, 22.08.2026, auf dem Gallusplatz zu besuchen. Erfahren Sie mehr über die Geschichte, die Aufbereitung und die Qualität unseres Trinkwassers. Wir bieten Ihnen auch die Möglichkeit, sich mit unseren Fachpersonen auszutauschen. Mehr Infos unter www.sgsw.ch/wasser555
Freundliche Grüsse
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