Accesskeys

Die inneren Werte der Zukunft von St.Gallen

3. Forum "Zukunft St.Galler Innenstadt"

Am 3. Forum «Zukunft St.Galler Innenstadt wurde in 5 Gruppen angeregt über Massnahmen zur Belebung der Innenstadt diskutiert. Dabei zeigte sich: Die Meinungen gehen auseinander, das Ziel ist jedoch überall das Gleiche. Eine attraktive Innenstadt, die Mehrwert für das Gewerbe und die Quartiere schafft.


Ralph Bleuer, Präsident von Pro City St.Gallen begrüsste die zahlreichen Gäste. «St.Gallen braucht keinen Minderwertigkeitskomplex zu haben», so Bleuer. In den Diskussionsrunden wurde rasch klar, wo der Schuh am meisten drückt. Das öffentliche Beleben der Plätze, die Öffnungszeiten der Läden und die Vernetzung untereinander lösten viele engagierte Voten aus. Bei der momentan allbeherrschenden Thematik Digitalisierung waren sich alle einig: Auch die Innenstadt St.Gallen muss hier einen Schritt vorwärts machen. Etwa mit einer App für Touristen.

Attraktivitätssteigerung für Gäste

Teilnehmer Martin Schnyder machte darauf aufmerksam, dass frühere Stammgäste heute nur noch selten anzutreffen sind. «Österreicher und Deutsche haben St. Gallen früher stark frequentiert.» Aber auch bestehende Grossanlässe wurden kritisch beleuchtet. «St. Gallen hat die Olma mit einem riesigen Besucheransturm. Doch die Innenstadt profitiert kaum davon. Wir lassen diese Leute einfach wieder gehen», so Schnyder. Zukünftige Grossanlässe wurden ebenfalls thematisiert. «Bei uns finden bald die Europameisterschaften im Curling statt. Es werden 10`000 Gäste erwartet. Diese müsste man frühzeitig über die Angebote in der Stadt informieren», so René Frick von der IG Sport St. Gallen. Ideen sind viele da. Linienfahrpläne mit Events verbinden, die Vermarktung ganzer Pakete (Lok, Kunsthalle usw.) oder Highlights wie das Weltkulturerbe besser vermarkten. Tatsächlich wird diese Auszeichnung in anderen Regionen der Schweiz und der Welt werbetechnisch bedeutend prominenter vermarktet und auch stärker gewichtet.

Förderung von Kunst

Die Belebung der Innenstadt ist zentral. «Am Sonntag ist in St.Gallen nichts los. Die Stadt wirkt fast tot», so Votantin Carmen Cepon . Das Fördern der Kunst im öffentlichen Raum könnte hier wenigstens teilweise Abhilfe schaffen, was andere Städte beweisen. Über das Dauerthema Öffnungszeiten waren sich insbesondere die Gewerbevertreter einig. Die entsprechende Ausweitung und Themen wie etwa vier Sonntagsverkäufe im Jahr bleiben aktuell. Mit der momentanen Konstellation im Stadtrat dürfte dies allerdings eine schwierige Angelegenheit werden.

Doch gerade dieser Bereich scheint zentral zu sein. Man muss die Öffnungszeiten den neuen Lebensgewohnheiten und Pendlern anpassen. Man kann die 24-Stunden-Gesellschaft schlicht nicht mehr ignorieren. St. Gallen muss von innen her wachsen, um dem Gewerbe in diesen nicht einfache Zeiten neue Möglichkeiten zu bieten. Schliesslich war man sich einig, dass der Weihnachtsmarkt vom Bohl ins Klosterviertel verlagert werden soll.

Veränderung des Kaufverhaltens

Die Zukunft der Innenstadt St. Gallen als Wirtschaftsstandort ist eng verzahnt mit der Veränderung des Kaufverhaltens der Konsumenten. Soziale, wirtschaftliche und technologische Veränderungen werden zu grossen Verschiebungen innerhalb der einzelnen Konsumentengruppen und gleichzeitig zum Entstehen neuer Konsumententypen führen. Internetverkäufe steigen seit Jahren markant an und werden klar auch weiter stark an Bedeutung gewinnen.

Kluft wird grösser

Die Kluft zwischen florierenden und weniger erfolgreichen Städten dürfte sich vergrössern, und den Entscheidern bleibt wenig Zeit. Der Handel wird sich in den nächsten fünf Jahren markant verändern.

 

Quelle: St.Galler Nachrichten vom 2. März 2017 


Standort St.Gallen - Die inneren Werte der Zukunft von St.Gallen (02.03.2017 11:37)



 








0 Kommentare

Servicespalte