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Ein «Dinosaurier» geht in den Musse-Stand

Hans Vetsch hat drei Stadtpräsidenten und eine Stadtpräsidentin erlebt, sieben IT-Generationen gemeistert und den Computerbestand in der Stadtverwaltung von 8 auf 5000 erhöht: Der Leiter Informatikdienste blickt im Abschiedsgespräch auf 37 Jahre bei der Stadtverwaltung zurück und verrät, was seine Pläne für die Zukunft sind.

 

Ich bin wie ein Wanderprediger von Dienststelle zu Dienstelle gezogen.

Hans Vetsch Seine Stationen bei der Stadtverwaltung

Vor 37 Jahren wechselte Hans Vetsch von der Privatwirtschaft, wo er als Projektleiter in der Textilbranche gearbeitet hatte, in die Stadtverwaltung. Der 26-Jährige begann als Chef Rechnungswesen und war verantwortlich für ein grösseres EDV- und Neubauprojekt. Danach wechselte er als Organisator zum Personalamt. Gleichzeitig konnte er sich kontinuierlich weiterbilden (Organisator, Informatikprojektleiter und Wirtschaftsinformatiker). 1991 wurde aus der Abteilung Organisation des Personalamts die Dienststelle Organisations- und Informatikamt (OIA). Hans Vetsch wurde Stv. Leiter und Abteilungsleiter «Projekte». Im Jahr 2000 wurde die Position des Leiters frei und Hans Vetsch machte im externen Auswahlverfahren das Rennen. 2004 wurden aus dem OIA die Informatikdienste IDS. Hans Vetsch war es wichtig, dass sich «Dienstleistung» auch im Namen der Dienststelle widerspiegelt. In diesem Zeitraum führte er auch das Format Kundengespräch und den VIP-Kaffee ein. Per 1. November 2023 übergab Hans Vetsch die Leitung der IDS in die Hände von Sven Ihl.

Was sind deine Pläne? Worauf freust Du Dich, wenn Du (wieder) mehr Zeit hast?
Oh, ich habe so viele Pläne und als strukturierter Mensch auch schon eine To-do-Liste. In den Wintermonaten werde ich Freiwilligenarbeit machen in einem Altersheim und eventuell in der Gassenküche. Ab April bin ich dann vorwiegend draussen, im Rebberg, auf dem neuen Motorrad, in den Bergen beim Fliegenfischen, im Naturgarten. Und: Ich habe zwei Enkelkinder, die immer mehr Gas geben – das gefällt mir sehr. In eineinhalb Jahren lässt sich meine Frau pensionieren, dann geht’s los mit dem Reisen. Der Weg ist das Ziel… egal ob es dann 3 oder 7 Wochen werden ... Bei meinen Geschäftspartnern habe ich mich mit einer Dankeskarte in den «Musse-Stand» verabschiedet. Genau das möchte ich, den Musse-Stand hoffentlich möglichst lange und gesund leben.

Hans Vetsch, herzlichen Dank für das Gespräch und alles Gute!

Interview: Lea Müller