«Ja, es kam auch schon vor», antwortet Sabrina Manser auf die Frage, ob es schon zu Verwechslungen mit ihrer Mutter Monika Manser wegen des gleichen Nachnamens gekommen ist. Die Stimme und das Lachen der beiden Frauen sind zum Verwechseln ähnlich – vor allem am Telefon. Sabrina erhielt schon Anrufe von Personen, die eigentlich ihre Mutter Monika erreichen wollten. Umso lustiger seien dann die Reaktionen der anrufenden Personen, wenn sich herausstellt, dass nicht die gesuchte Monika am anderen Ende der Leitung ist.
Wie alles begann…
Bereits bevor Sabrina ihre Stelle in der Marketingkommunikation bei den St.Galler Stadtwerken antrat, war sie mit ihrer jetzigen Abteilung in Kontakt. Die treibende Kraft dahinter war ihre Mutter Monika, die seit 13 Jahren als Assistentin im Bereich Wasser, Gas und Wärme bei den Stadtwerken arbeitet. Eine damalige Mitarbeitende, welche genau dasselbe Studium absolviert hatte, für welches sich Sabrina interessierte, war der Auslöser. Monika ermöglichte den Austausch zwischen der ehemaligen Studentin und ihrer Tochter. Mit Erfolg, denn eines führte zum anderen und aus einigen Fragen zum Studium wurde später eine Bachelorarbeit für die St.Galler Stadtwerke. Zufällig gab es einige Zeit später eine neue Stelle in der Marketingkommunikation, welche wie für Sabrina gemacht war – so rückte das Mutter-Tochter-Duo auch beruflich näher zusammen.
Die Tochter als Arbeitskollegin
Monika und Sabrina erinnern sich an einen Anlass zurück, der erst kürzlich stattgefunden hat. Nebeneinander haben sie dort Kundinnen und Kunden empfangen. «Da war Sabrina für mich wie eine Mitarbeiterin, einfach eine Arbeitskollegin», erzählt Monika. Dadurch, dass sie im Job eine professionelle Rolle einnehmen, fällt es dem Mutter-Tochter-Gespann nicht schwer, den Beruf und das Privatleben zu trennen. Ausserdem arbeiten Monika und Sabrina in unterschiedlichen Bereichen bei den sgsw, wodurch sie nur wenig Berührungspunkte haben. Ihre Mutter wirft lachend ein, dass die beiden just an Sabrinas erstem Arbeitstag zufälligerweise eine Sitzung zusammen hatten: «So viel zum Thema wenig Berührungspunkte!»
Zwei Frauen mit vielen Gemeinsamkeiten
Die Nähe der Arbeitsplätze sehen sie als Vorteil, betonen die beiden Frauen. So treffen sie sich gelegentlich zum gemeinsamen Mittagessen, was beide sehr schätzen. Sie nutzen die gemeinsame Zeit, um über andere Dinge als die Arbeit zu sprechen. Aber man tausche sich auch über die Arbeit aus, sagt Sabrina. «Wir reden jedoch nicht mehr über Berufliches als vor meiner Anstellung bei den sgsw.»
Monika wird intern ab und zu auf ihre Tochter und die Gemeinsamkeiten in ihrer Art angesprochen. Wenn beispielsweise jemand zuvor mit Sabrina Kontakt hatte und dann mit Monika im Gespräch ist, fällt oft der Satz: «Man merkt sofort, dass sie deine Tochter ist.»
