Wie wärs an den Festtagen mit Lachstatar, einem Kürbisstrudel oder einem Schokoladen-Marroni-Dessert? Die Rezepte dazu finden sich auf der Website des Zopfclubs neues Fenster, denn diese und viele weitere Köstlichkeiten haben die Mitglieder an einem ihrer Kochanlässe gemeinsam zubereitet. «Das sind immer gemütliche Abende, an denen man neue Tricks und Tipps für die Küche kennenlernt und sich abseits vom Tagesgeschäft austauschen kann», sagt Wolfgang Korosec, seit gut fünf Jahren Präsident des Zopfclubs. Die Kochphilosophie des Clubs beschreibt er so: «Mit frischen Lebensmitteln und ohne allzu grossen Aufwand etwas produzieren, das Freude macht und gesünder ist als Fertiggerichte.» Drei bis vier Mal pro Jahr treffen sich die «Zopfclüblerinnen» und «Zopfclübler», wie sie sich selbst nennen, zum gemeinsamen Kochen. Was sie da erwartet, ist immer eine Überraschung.
Warum «Zopfclub»?
Die Vorbereitung und Leitung der Kochabende liegt in den Händen von Fachlehrerin Diana Wolf. «Sie ist äusserst kreativ und hat immer tolle Ideen», schwärmt Wolfgang Korosec. Heimat des Zopfclubs ist die Schulküche des Oberstufenzentrums Schönau, einmal pro Jahr ist und isst man auswärts. Dazu gehört der kürzlich durchgeführte Koch- und Infoanlass rund ums Bier – für Wolfgang Korosec ein Höhepunkt in der Geschichte des Vereins. Er, der heute für die digitale Sicherheit der Direktion Technische Bertriebe zuständig ist, hatte einst «per Zufall» vom städtischen Kochclub erfahren. Bei einem Schnupperbesuch kam er nicht nur auf den Geschmack, sondern auch auf das Geheimnis hinter dem Namen «Zopfclub».
«Früher», erzählt Wolfgang Korosec, «mussten Neueintretende einen selbst gebackenen Zopf als Eintrittsgeschenk mitbringen.» Dieser Brauch ist vom Tisch. Nicht zuletzt deshalb, weil es an Anlässen eines Kochclubs naturgemäss genug zu essen gibt. Auch die Beschränkung auf Kadermitglieder ist längst aufgehoben. «Diesen alten Zopf haben wir abgeschnitten», sagt der Präsident des Zopfclubs.
Früher mussten Neueintretende einen selbst gebackenen Zopf als Eintrittsgeschenk mitbringen.
Interessierte sind willkommen
Der Club zählt heute gut 30 Mitglieder, an den Anlässen nehmen jeweils 10 bis 15 teil, und würde sich über Zuwachs freuen. Dabei dürften weitere Modernisierungsschritte helfen: Ab 2024 möchte der Zopfclub vermehrt vegetarisch oder mit ganz wenig Fleisch kochen. Zudem sollen an einem der Anlässe etwas grössere Mengen gekocht werden, damit die Mitglieder Speisen nach Hause nehmen können – nicht nur zum selbst Geniessen: «So können wir unseren Liebsten zeigen, was wir im Zopfclub tun», sagt Wolfgang Korosec.
Und was kocht der Präsident des städtischen Kochclubs an den Festtagen? Wolfgang Korosec lacht und winkt ab. «Das übernimmt zum Glück meine Frau. Sie kocht erheblich besser und richtet weniger Verheerung in der Küche an.»
Vielleicht werden Sie in der umfangreichen Rezeptsammlung des Zopfclubs neues Fenster fündig.
Ob sich daraus ein Vorsatz fürs neue Jahr ableitet, bleibt offen. Das Zopfclub-Jahresprogramm 2024 ist jedenfalls bereits auf der Website neues Fenster publiziert. Wer Freude am Kochen, Essen und Trinken hat und im Zopfclub dazulernen will, darf sich gerne bei Wolfgang Korosec melden.
