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Seismografen der gesellschaftlichen Entwicklung

Wie eine Familie, wie ein altes Ehepaar sind sie gemäss Eigenaussage – «erschreckend!». Nicole Bruderer und Donat Richiger leiten seit Juni dieses Jahres gemeinsam die Dienststelle Kinder Jugend Familie. Es ist ein logischer Schritt; nicht nur für die beiden Sozialarbeitenden, sondern auch für die Dienststelle selbst. Bereits seit 14 Jahren im Dienst der Stadt, kennen beide nicht nur die Dienststelle und das Wirkungsfeld aus dem Effeff. In ihrer langjährigen Zusammenarbeit haben sie sich auch gegenseitig kennen und schätzen gelernt.

 

Die grosse Familie der Dienststelle Kinder Jugend Familie

Dienststelle Kinder Jugend Familie

Die Dienststelle Kinder Jugend Familie war im Jahr 2017 neu organisiert worden. Zum einstigen Jugendsekretariat hinzu kamen die Schulsozialarbeit Primar und die Stadtbibliothek – und damit auch ein neuer Name: Kinder Jugend Familie. Diese Bezeichnung ist heute Programm. Rund einhundert Mitarbeitende – Festangestellte und im Stundenlohn Arbeitende, Praktikantinnen und Zivildienstleistende – engagieren sich in der Dienststelle für die Kinder- und Jugendarbeit, die Bibliothek Hauptpost und die Kinder- und Jugendbibliothek. Ihr Kernauftrag umfasst die Begleitung und Beratung von Kindern und Jugendlichen sowie von deren Bezugspersonen in ihrer Freizeit, abseits der formalen, obligatorischen Bildung.

Das breite Spektrum sozialarbeiterischer Themen, das die Dienststelle abdeckt, verstehen Donat und Nicole als Beitrag für eine funktionierende Gesellschaft. «Es geht um Chancengerechtigkeit im Sinne gesellschaftlicher Teilhabe, darum, Kompetenzen zu fördern, Lernchancen zu bieten». Zu diesem Zweck entwickeln, betreuen und begleiten die Mitarbeitenden der Dienststelle eine breite Palette an Angeboten für unterschiedliche Zielgruppen, von gerade eben eingeschulten Kindern, über Jugendliche der Oberstufe, bis hin zu bis zu 26 Jahre «alten» jungen Erwachsenen. Das Angebot beinhaltet Freizeitangebote, Kinder- und Jugendtreffs, Aktionsräume, mobile Jugendarbeit, aber auch Beratungsmöglichkeiten, Jugendinformation und Zugang zu Literatur und freiwilliger Bildung. Es sind Gefässe, in denen Auf- und Heranwachsende freiwillig partizipieren, mit- und voneinander lernen, sich persönlich entwickeln können. Mitgedacht sind dabei auch immer die Bezugspersonen der jungen Menschen, die Familien im Hintergrund.

Kinder und Jugendliche sind Seismografen für die gesellschaftliche Entwicklung.

Text: Benjamin Hartmann