Manuel Egger, welche Belohnung hat Jasper für seinen erfolgreichen Einsatz bekommen?
Seine Bestätigung bzw. Belohnung war das erfolgreiche Aufspüren der Täterschaft und die damit verbundene Arbeit. Natürlich bekam er am Abend trotzdem einen speziellen Leckerbissen. Rinderöhrli mag Jasper am liebsten, daran kann er stundenlang herumkauen. Für mich ist das auch gut, denn so ist er eine Weile beschäftigt (lacht).
In den Medien gab es viel Aufmerksamkeit für den «Helden auf vier Pfoten». Wie häufig kommt es vor, dass Diensthunde wie Jasper bei Stapo-Einsätzen eine solch entscheidende Rolle spielen?
Die Diensthunde sind ein wichtiger Bestandteil der polizeilichen Arbeit und kommen bei diversen Aufträgen zum Einsatz. Zurzeit haben wir acht einsatzfähige Diensthunde bei der Stapo, zwei befinden sich in Ausbildung. Unser Korps kann eine grosse Bandbreite der polizeilichen Aufgaben in Verbindung mit den Diensthunden abdecken. Mit den Fähigkeiten unserer Tiere sind wir klar im Vorteil und können eine entscheidende Rolle wahrnehmen. Zum Beispiel im Falle einer Vermisstmeldung einer älteren Person, die ohne Mobiltelefon unterwegs ist und somit nicht geortet werden kann. Ein Personenspürhund kann bei der Suche der entscheidende Faktor sein. Schutzhunde wie Jasper kommen zum Beispiel bei einem Einbruchalarm oder bei Hausdurchsuchungen zum Einsatz. Mit ihren Fähigkeiten helfen sie uns, Zeit und Manpower zu sparen. Auf der Suche nach Betäubungsmitteln ist der Hund schneller und auch gründlicher. Jasper hat schon einige Verstecke angezeigt, welche durch Mitarbeiter nicht gefunden wurden.
Wie lange hat die Ausbildung von Jasper gedauert und wie häufig trainiert ihr heute?
Jasper ist als Schutz- und Betäubungsmittelspürhund ausgebildet. Die Ausbildung dauerte circa drei Jahre und wird mit einem sogenannten Einsatztest abgeschlossen. In der Regel erfolgen wöchentliche Schutzhundetrainings sowie zweiwöchentliche Trainings im Betäubungsmittelbereich. Daneben trainiert jeder Diensthundeführer selbstständig mit seinem Hund, meist kombiniert auch in einem kynologischen Verein. Jasper und ich sind ein eingespieltes Team und jeden Tag zusammen unterwegs. Er ist aber nicht bei allen Interventionen im Einsatz – in einigen Situationen muss er auch im Auto warten. Seit Jasper bei mir ist, hat sich meine Arbeit verändert: Wenn ich mit dem Diensthund unterwegs bin, werden Übergriffe auf mich oder Kollegen bereits präventiv vereitelt.
Sie möchten mehr über Jasper und seine Ausbildung zum Polizeihund erfahren? Der Blog «Jasper – Vier Pfoten auf Streife» neues Fenster der Stadtpolizei hat die Entwicklung des Vierbeiners vom Welpen bis zum offiziellen Diensthund während drei Jahren begleitet.
