Ausgabe 1-23 | März 2023
Die Corona-Pandemie hat den Arbeitsalltag unzähliger Menschen einschneidend verändert. Viele Unternehmen und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfuhren dabei einen Lehrgang in Sachen Digitalisierung. Was gerade noch in weiter Ferne schien – flache Führungsmodelle, hohe Flexibilität und Homeoffice – wurde in nur wenigen Wochen fast zum Standard.
Dieser Feldversuch in Sachen ‘Neue Arbeitswelt’ wird die Arbeitswelt nachhaltig verändern. Der Stadtrat ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, gerade jetzt aktiv Weichen zu stellen und die Veränderungsdynamik zu nutzen für eine zeitgemässe Arbeitswelt. Er hat deshalb die Dienststellen beauftragt, sich mit ihrer eigenen Betriebs- und Organisationsform sowie der Art der Zusammenarbeit auseinanderzusetzen und unter Berücksichtigung von zukunftsgerichteten Arbeitsformen sowie mit dem Ziel der Verdichtung des Verwaltungsraums ein Raumkonzept auszuarbeiten.
Wir werden auch künftig in Büros arbeiten. Das Büro bekommt in Zukunft aber eine neue Bedeutung: Es soll zur Begegnungsstätte werden und unsere Unternehmenskultur und -identität stärken. Darum lohnt es sich über die Räume nachzudenken, in denen wir arbeiten. Es ist wichtig, Räume für unterschiedliche Bedürfnisse zu schaffen. In den lauten Zonen kann Gemeinschaft gelebt werden. Es braucht aber genauso leise Zonen, die Raum für ein Gespräch unter vier Augen oder strategische Arbeit bieten.
Für die ‘Neue Arbeitswelt’ sind aber nicht nur die stimmigen Räume wichtig. Die ‘Neue Arbeitswelt’ setzt auf starke Teams. Starke Teams sind divers und nach den individuellen Stärken zusammengesetzt, sie sind offen für Vielfalt, bereit für Veränderung, konzentrieren sich auf gute Beziehungen und Interaktion. Wenn es uns gelingt, in der Gruppe auszuhandeln, wie wir zusammenarbeiten wollen und die Frage nach anderen Ansichten bewusst stellen, kann aus Inklusion Innovation werden.
Ich möchte es an dieser Stelle nicht unterlassen, Ihnen für Ihre engagierte Arbeit für unsere Stadt zu danken, insbesondere auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die draussen bei Wind und Wetter unermüdlich ihren Dienst für ein lebenswertes St.Gallen leisten.
Markus Buschor
Stadtrat Direktion Planung und Bau
Neue Arbeitswelt
Zu den Vorreiterinnen der neuen Arbeitswelt gehört die öffentliche Hand zwar nicht. Auf dem Weg zu neuen Arbeitsformen und Arbeitsräumen geht es bei der Stadt St.Gallen aber gerade in grossen Schritten vorwärts. Die Stadtspiegel-Redaktion fragt nach, warum die Stadt seit neuestem Employer Branding betreibt, wie wir dem Fachkräftemangel begegnen können und welche Entwicklungen die Arbeitsgruppe Verwaltungsräume vorantreibt.
Die medizinische Integrationsbeauftragte
Angela Walt hat in den 15 Jahren ihrer Tätigkeit als städtische Schulärztin eigentlich «schon alles erlebt». Ein Gespräch über die Pandemie, Folienkügelchen im Ohr, Helikopter- und Handy-Eltern und eine verschobene Gesangskarriere.
Erinnerung an die ehrgeizigen Anfänge
Vor 50 Jahren wurde an der Sitterschlaufe zusammen mit einer neuen Abwasserreinigungsanlage (ARA) die erste Kehrichtverbrennungsanlage St.Gallens – heute das KHK St.Gallen – in Betrieb genommen. Zum Jubiläum ein Blick zurück auf die ehrgeizigen Anfänge.
Von Höhen und Tiefen magisch angezogen
Die Eiger Nordwand, die Matterhorn Nordwand und die Grandes Jorasses Nordwand: Claudio Malacarne hat sie alle drei bezwungen und dabei Glücksmomente für die Ewigkeit erlebt. Das Profi-Bergsteigen hat der IDS-Mitarbeiter inzwischen aufgegeben, aber die Leidenschaft für den Extremsport ist geblieben: Heute zieht es Claudio Malacarne in die Schweizer Seen, wo er in Tiefen von mehr als 40 Metern vordringt.
Als eine Geschäftsreise sieben Jahre dauerte
Der St.Galler Otto Sennhauser reiste 1887 für die Stickerei-Firma seines Vaters nach Afrika. Seine persönlichen Briefe in die Heimat haben die Zeit überdauert und ermöglichen nun in der Rubrik «Funde aus dem Stadtarchiv» einen Blick zurück in eine vergangene Realität. Erleben Sie Ottos Reise mit!
