Claudia Wiedemann, wie viele Bratwürste müssen Sie fürs Fest auftreiben?
Das weiss ich noch nicht, allerdings weiss ich, was sie kosten (lacht). Es ist meine Aufgabe, die Preise mit dem Bäckermeisterverband St.Gallen und der Genossenschaft Metzgermeister St.Gallen (GMMSG) zu verhandeln. Diese verteilen anschliessend die Aufträge. Die Mengen hat unser Festwirt René Rechsteiner von Gastro SG und Wirt des Bierfalkens fest im Griff. Er hat dieses Amt schon viele Jahre inne und bringt entsprechend Erfahrung mit. Ich bin wahnsinnig froh, dass er auch in diesem Jahr wieder mit dabei ist.
Müssen Sie bei den Verhandlungen darauf achten, dass alle Metzgereien und Bäckereien im Stadtgebiet in gleichem Umfang liefern dürfen?
Nein, das muss ich nicht. Die Verteilung erfolgt über die GMMSG, beziehungsweise den Bäckermeisterverband. Die kennen ihre Mitglieder bestens und haben selbstverständlich grosses Interesse an einer ausgewogenen Vergabe der Aufträge. Man muss auch sehen, dass einzelne Metzgereien oder Bäckereien die Mengen, die für das Kinderfest benötigt werden, nicht alleine bewältigen könnten. Ein grosser Teil der Würste wird daher auch von der Firma Ernst Sutter AG geliefert. Die St.Galler Metzger sind in erster Linie für die Verpflegung der Schüler und Schülerinnen zuständig. Der Bäckereiverband gibt den Bäckereien dann entsprechend unseren Verhandlungen Vorgaben - zum Beispiel, wie schwer ein Bürli sein muss.
- Fahrbewilligungen: Angela Solenthaler
- Marktstände: Judith Manser
- Materialtransporte der Schulen auf Festplatz: Reto Peita
- Organisation Bühnenproben: Claudia Wiedemann
- Transporte gehbehinderte Kinder: Monika Dorner
- Verpflegung Gäste / Festwirtschaft: Claudia Wiedemann
- Verpflegung Mitwirkende (Jeton-Verteilung): Bettina Heer
- Verpflegung Schüler-/innen: Lisa-Marie Olbinski
Der Star des Angebots bleibt aber 220 Gramm schwer.
Klar, die St.Galler Bratwurst ist integraler Bestandteil dieses traditionsreichen Anlasses. Wir gehen aber mit der Zeit und auf sich wandelnde Bedürfnisse ein. Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass wir auch für Besucherinnen und Besucher, die sich vegetarisch oder vegan ernähren, ein attraktives Angebot haben. Neu bieten wir ein vielfältigeres Angebot über den ganzen Tag. Früher durften wir bis 15 Uhr ausser Bratwurst, Fladen und einer vegetarischen Alternative keine weiteren herzhaften Speisen anbieten. Dies galt sowohl für die Festwirtschaft als auch für die rund 30 Marktstände. Bei den heutigen Bedürfnissen muss man das Angebot einfach öffnen. Ich bin froh, dass der Festwirt wie auch die Genossenschaft Metzgermeister St.Gallen die nötige Offenheit gezeigt haben. Noch wichtiger als Tradition ist, dass alle etwas finden.
