Benjamin Hanimann, wie läuft die Gestaltung des Kinderfestplakats ab?
In diesem Jahr gestalteten 16 Jugendliche der zweiten Oberstufe zu zweit oder allein einen Vorschlag für das Plakat. Dabei orientierten sie sich an den theoretischen Grundlagen der Plakatgestaltung wie dem formalen Aufbau von Plakaten, der Bildwirkung oder typografischen und kompositorischen Elementen. Dieses Basiswissen erarbeiteten wir gemeinsam im Unterricht im vergangenen Oktober. Seit Mitte November ging es dann ums Gestalten. Einen Vormittag pro Woche arbeiteten wir am Plakat. Die Designagentur «Die Gestalter» unterstützte uns mit einem Briefing, einer Zwischenbesprechung und beim Feinschliff. Am Montag, den 19. Februar, war Abgabeschluss und die Plakate gingen in die Jurierung.
Wer kürt das Siegerplakat?
In der Jury sitzen Stadtrat Mathias Gabathuler, der Jugendliche, der den Wettbewerb des letzten Kinderfests gewonnen hat, Fachleute der Agentur, die vier Jugendlichen aus der Oberstufe der Stadt St.Gallen, die den Motto-Wettbewerb gewonnen haben, und die Bereichsleiterin Schulen Centrum/Ost Monika Dorner. Ich selbst bin nicht in der Jury vertreten, da ich die Plakate regelmässig sehe und zu tief in den Prozess involviert bin, um eine objektive Sicht bieten zu können.
Warum passt es zum Kinderfest, dass Jugendliche das Plakat designen?
Noch ist die Gestaltung der Plakate durch die Talentschule eine junge Tradition. Weit bedeutender als die Geschichte ist der partizipative Ansatz. Ich finde, ein Fest, das wir für Kinder und Erwachsene auf die Beine stellen, soll auch Schülerinnen und Schüler in gewissen Bereichen einbeziehen. Die Plakatgestaltung ist einer davon. Im Jahr 2012 hat die Talentschule das erste Plakat fürs Kinderfest gestaltet. Der Stellenwert des Plakats ist unbestritten. Dass Schülerinnen und Schüler in dem Alter eine Chance bekommen, das Plakat für eine so grosse und bedeutende Veranstaltung zu gestalten, eröffnet ein grosses Lernfeld. Auch als Lehrperson ist es schön, das erleben zu können.
Über die Talentschule
Seit August 2006 führt die Stadt St.Gallen auf der Oberstufe eine Talentschule mit verschiedenen Sparten. Sie fördert Jugendliche mit ausgewiesenen Fähigkeiten im sportlichen, musikalischen oder künstlerischen Bereich gemäss ihrem schulischen Status umfassend in typengemischten Talentklassen. Während sie im Sport in ihren Vereinen an Wettkämpfen und in der musikalischen Sparte an unterschiedlichen Konzerten teilnehmen, profitieren sie in der Gestaltung unter anderem von externen Aufträgen, da diese das zukünftige Berufsleben realitätsnah abbilden.
- Informationsstand, Leitung: Susanna Fritsche
- Kommunikation: Simon Netzle
- Merkblatt Erstellung: Olivia Fuchs
- Merkblatt Verteilung: Tenzin Dewatsang
- Plakat (Talentschule): Monika Dorner
- Programm Redaktion: Simon Netzle
- Programmverkauf (Schulen, Festtag): Tenzin Dewatsang
Momme Schmidt, 2. Oberstufe, Talentschule Gestaltung St.Gallen, über die Aufgabe, ein Plakat fürs Kinderfest zu designen.
Wie findest du es, ein Plakat fürs Kinderfest zu gestalten?
Sehr cool, es macht Spass und die Vorstellung, dass mein Plakat überall zu sehen sein könnte, motiviert mich.
Mit welchen Herausforderungen siehst du dich bei der Gestaltung des Kinderfestplakats konfrontiert?
Herausfordernd ist, dass man völlige Gestaltungsfreiheit hat: Es kann eine Collage sein, eine Zeichnung, gemalt oder am Computer entworfen. Ausserdem ist der durch das Motto vorgegebene Zeitraum riesig: 1824 bis 2224. Wer kann schon so weit in die Zukunft schauen…
Was macht dir am Auftrag besonders Spass?
Ich darf frei entscheiden. Ausserdem bin ich froh, so viel Zeit dafür zu haben. Die besten Ideen kommen mir beim Arbeiten.
