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Winzerin mit grünem Herzen

Die Leidenschaft für Pflanzen und Tiere hat sie zum Wein gebracht. Denn Fabia Knechtle Glogger hat sich der Umwelt verschrieben – nicht nur beruflich, sondern mit Herz und Seele. Von klein auf geprägt von der Liebe zur Natur, lebt sie ihre Berufung von einer nachhaltigen Zukunft als Umweltingenieurin, Naturschützerin und Winzerin.

 
Die Biodiversitätsstrategie der Stadt St.Gallen

St.Gallen zeichnet sich durch eine beeindruckende Biodiversität aus. Zahlreiche unterschiedliche Lebensräume bieten Heimat für eine Fülle von Tier- und Pflanzenarten. Gleichzeitig dienen sie uns Menschen als Orte der Erholung und tragen wesentlich zur Lebensqualität bei. Mit der auf die Jahre 2022 bis 2032 ausgelegten Biodiversitätsstrategie möchte die Stadt St.Gallen ökologisch wertvolle Lebensräume sowie die darin lebenden Tier- und Pflanzenarten erhalten, vernetzen und fördern.

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Eigenes und geteiltes Büro

Fabia wagte nicht erst mit der Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebs den Schritt in die Selbstständigkeit. 2015 gründete sie ihr eigenes Unternehmen für Naturmanagement. Ihr erster grosser Auftrag kam von der Stadt St. Gallen, woraus 2017 eine Festanstellung von 20 Prozent resultierte. «Obwohl wir bei Stadtgrün ein cooles Team haben und ich mich wohl fühle, kommt ein höheres Pensum für mich nicht in Frage. Ich liebe es, selbstständig zu arbeiten und Entscheidungen zu treffen. Wenn mir jemand oder etwas Steine in den Weg legt, bin ich schnell frustriert.» Sie schätzt es sehr, Flächen und landwirtschaftliche Betriebe in ihrem Heimatort über Jahre hinweg zu begleiten: «Es erfüllt mich, dort Aufwertungsprojekte zu machen, wo ich schon als Kind spazieren gegangen bin oder gespielt habe. Unsere Biodiversitätsstrategie enthält viele wertvolle Projekte.» Sinnstiftende Arbeit, selbstständig und angestellt – viele würden sich damit zufrieden geben. Fabia nicht. Um ihre Berufung und ihre Leidenschaft für die Natur voll ausleben zu können, braucht sie einen eigenen Betrieb, in dem sie von A bis Z mit anpacken kann. Doch der Wunsch nach einem eigenen Hof erweist sich als Herausforderung: «Landwirtschaftsbetriebe sind meist auf Jahre hinaus an Familienmitglieder oder grössere Betriebe versprochen. Wenn man keinen Familienanschluss hat, ist es fast aussichtslos, etwas zu bekommen.»

Etwas von A bis Z selbst zu produzieren und dabei die Natur und das Produkt wertzuschätzen. Das ist Lebensqualität.

Die robusteste Sorte bringt nichts, wenn am Ende ihr Wein nicht schmeckt.

Fabia und René bei der Weinlese.

Degustationstage im Dezember, Grillstelle im Sommer

Privat oder für den nächsten Teamausflug: Fabia und René bieten Degustationen und Führungen in Weinberg und Keller an. Allen Interessierten seien zudem die folgenden Anlässe empfohlen:

  • Samstag, 21. Dezember 2024 12.00 – 16.00: Degustation und Weinverkauf im Laden
  • Samstag, 7.Juni 2025, ab 11.00: 2. Kulinarische Thaler Brückenwanderung mit sechs Winzern und Vereinen im Dorf

Ihre Grillstelle mit Aussicht über den Weinberg bezeichnen sie als schönste überhaupt. Wer sich selbst davon überzeugen möchte, findet alle Infos unter biowein-knechtleglogger.ch neues Fenster

Dann schneiden Fabia und René die Reben zurück, roden die zu ersetzenden und führen Reparaturen durch. Anders als im Sommer gibt es in den kalten Monaten auch den einen oder anderen freien Samstag. Wobei «frei» vielleicht das falsche Wort ist: Fabia liebt, was sie tut und wofür sie sich einsetzt. Die Kehrseite der Medaille: «In meinem Kopf gibt es keinen Feierabend. Umweltprobleme beschäftigen mich rund um die Uhr». Da helfe es, in erfüllende Projekte einzutauchen. Den Traum vom klassischen Kleinbauernhof hat Fabia noch nicht aufgegeben. Jemand ist aber nicht unglücklich, wenn die Erfüllung noch etwas auf sich warten lässt. «Mein Mann sagt immer, er sei froh, dass es ein Weinberg geworden ist und kein Kuhstall», schmunzelt Fabia.

Blühende Böschungen im Weinberg

Rot, weiss oder Grappino

Genuss per Klick direkt nach Hause: Alle Weine des Bio-Weinbaus Knechtle Glogger sind im Online-Shop neues Fenster bestellbar.

Entweder, oder: sechs Fragen an Fabia Knechtle

Trocken oder lieblich? Trocken.

Barrique oder Stahltank? Das kommt aufs Essen an.

Traubenernte: Von Hand oder mit der Maschine? Von Hand, logischerweise.

Dekantieren oder direkt aus der Flasche? Das kommt auf den Wein an, aber meistens aus der Flasche.

Südlage oder Steillage? Beides.

Weinverkostung: In der Sonne oder im Keller? In der Sonne, ganz klar.

Text: Nico Canori, Bilder: Weinbau Knechtle Glogger