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Schwammstadt: Neue Analyse zeigt, wie Wasser durch St.Gallen fliesst

 
Haben Sie auch eine Fläche daheim, die entsiegelt werden könnte?

 
Um den Umgang mit Regenwasser zu verbessern, hat das Stadtparlament 2022 die Schaffung eines Schwammstadt-Fonds beschlossen. Damit unterstützt die Stadt St.Gallen Private bei Projekten, die Regenwasser zurückhalten, versickern lassen oder vor Ort nutzen, etwa durch Entsiegelungen oder Begrünungen. Seit der Einführung des Fonds wurden rund 1.2 Millionen Franken an Fördergeldern ausbezahlt oder zugesagt. Sie können Beiträge auf www.stadtsg.ch/schwammstadt neues Fenster beantragen. Der Fonds übernimmt bis zu 50 Prozent der Projektkosten, mit dem Ziel, Regenwasser im Sinne der Schwammstadt zurückzuhalten und den natürlichen Wasserkreislauf lokal zu schliessen.

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • Jedes Jahr fallen 24.6 Millionen Kubikmeter Regen auf das Siedlungsgebiet von St.Gallen – das entspricht rund 10'000 olympischen Schwimmbecken. Ein grosser Teil davon fliesst in die Kanalisation und in Bäche. Auf Grünflächen verdunstet oder versickert der Regen grösstenteils.
  • Das Trinkwasser kommt sauber an: Von den 6.4 Millionen Kubikmetern, die jährlich aus dem Bodensee aufbereitet werden, gehen weniger als 2 Prozent auf dem Weg zu den Haushalten verloren. Ein schweizweit vorbildlicher Wert. Die Kläranlagen Au und Hofen reinigen jährlich 18.3 Millionen Kubikmeter Abwasser – zuverlässig und auf hohem Niveau.
  • Der grösste Handlungsbedarf liegt beim Regenwasser: Bei Starkregen gelangt verdünntes Mischwasser in Bäche und Flüsse – 2.2 Millionen Kubikmeter pro Jahr. Das lässt sich vor allem reduzieren, indem Regenwasser gar nicht erst in die Abwasserkanalisation fliesst: durch Trennsysteme, begrünte Flächen und eine wasserdurchlässige Schwammstadt. Dazu kommen 1.7 Millionen Kubikmeter sauberes Fremdwasser, das durch undichte Leitungen in die Kanalisation gelangt und unnötig mitgereinigt werden muss.
Text: Fabian Kleemann