Maria Pappa, warum nehmen Sie aktiv am Wiborada-Jubiläum teil?
Für mich steht die Erinnerung an Wiborada im Zentrum, die erste heiliggesprochene Frau und Stadtheilige von St.Gallen. Dieses Jahr jährt sich ihr Todestag zum 1100. Mal. Gleichzeitig geht es mir auch um all die Geschichten von Frauen, die in der Geschichtsschreibung oft zu wenig Beachtung fanden, oft leise geblieben sind oder vergessen wurden. In einem Alltag, der lange patriarchal geprägt war, ist es an der Zeit bewusst Raum zu schaffen für die weibliche Perspektive und dieses Erfahrungswissen.
Was erwarten Sie von Ihrem Tag in der Wiborada-Zelle?
Ich lasse mich überraschen. Vielleicht wird der Raum erfüllt sein von Begegnungen, von Gesprächen, von Nähe. Vielleicht wird es still – und ich begegne vor allem mir selbst und habe eine bewusste Pause vom hektischen Alltag.
Gibt es etwas, auf das Sie sich besonders freuen?
Auf unverplante Zeit. Zeit, in der ich nichts muss – in der Gespräche entstehen dürfen oder einfach Stille da sein darf.
Welche Gegenstände bringen Sie mit in die Wiborada-Zelle?
Eine Uhr für die zeitliche Orientierung und einen Notizblock für Gedanken, die vielleicht auftauchen.
Ich möchte mich überraschen lassen – von den Menschen, die vielleicht kommen, und von dem, was in der Stille entsteht.
Haben Sie bereits einen Plan, wie Sie sich beschäftigen werden oder erwarten Sie Besuch?
Ich möchte mich überraschen lassen – von den Menschen, die vielleicht kommen, und von dem, was in der Stille entsteht.
Ohne die Erfahrung schon selbst gemacht zu haben – wem würden Sie sie empfehlen?
Ich denke an Menschen, die viele wichtige Entscheidungen treffen müssen. Für sie könnte es besonders wertvoll sein, sich hin und wieder zurückzuziehen und zu reflektieren. und vielleicht neu zu spüren, was wirklich wesentlich ist.
