Die Mitarbeitenden der Sozialen Dienste begleiten und unterstützen Menschen, die einen Schwächezustand ausweisen, meist über wenige Ressourcen verfügen und deshalb auf Unterstützung angewiesen sind. Um dieser Aufgabe gerecht zu werden, braucht es gemäss Rebekka Forster widerstandsfähige Mitarbeitende. Für sie ist die Förderung der Resilienz von Mitarbeitenden elementar ebenso wie, ihnen Halt zu geben, damit sie ihrerseits den unterstützungsbedürftigen Menschen gerecht werden könnten.
Gerade in Zeiten, in denen der Druck auf die Mitarbeitenden steigt, hohe Flexibilität erwartet wird und die finanzielle Situation der Stadtverwaltung anspruchsvoll ist, bedarf es von Seiten der Arbeitgeberin besondere Achtsamkeit im Umgang mit ihren Mitarbeitenden.
Fünf Tipps von Rebekka Forster, Leiterin Ressort Kinder und Erwachsene, um herausfordernde Bedingungen im Alltag erfolgreich zu meistern:
- Klare Kommunikation: In stressigen oder herausfordernden Situationen ist es wichtig, ruhig und präzise zu kommunizieren. Missverständnisse können Konflikte verschärfen, daher sollten alle die Möglichkeit haben, gehört zu werden, und die eigenen Gedanken sollten klar und verständlich formuliert werden.
- Teamarbeit und Unterstützung: Bei komplexen Fällen ist die Zusammenarbeit im Team von entscheidender Bedeutung. Wenn alle ihre Stärken einbringen, lässt sich vieles besser bewältigen. Ich achte darauf, ein unterstützendes Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem Kolleginnen und Kollegen sich gegenseitig helfen können.
- Selbstfürsorge: In stressigen Zeiten darf die eigene Gesundheit nicht vernachlässigt werden. Pausen, Achtsamkeit und regelmässige Reflexion sind entscheidend, um langfristig leistungsfähig zu bleiben. Ein gutes Selbstmanagement ist nicht nur für die eigene Belastbarkeit wichtig, sondern auch, um als Führungskraft ein gutes Vorbild zu sein.
- Flexibilität und Kreativität: Probleme lassen sich nicht immer nach einem festen Plan lösen. Oft erfordert es kreative Lösungsansätze und die Bereitschaft, die eigenen Methoden zu hinterfragen. Flexible Arbeitsweisen und das Anpassen der eigenen Herangehensweise sind wichtig, um auf unterschiedliche Herausforderungen einzugehen.
- Konfliktbewältigung: In sozialen Einrichtungen kommt es regelmässig zu Konflikten – sei es mit Klientinnen und Klienten oder im Team. Ein respektvoller und lösungsorientierter Umgang mit Konflikten ist wichtig. Dabei ist es hilfreich, auf die Bedürfnisse aller Beteiligten einzugehen und gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten.
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