Was machst Du ehrenamtlich?
Ich bin seit bald zwölf Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Wängi tätig. Inzwischen bin ich dort Offizier, First Responder und verantwortlich für den Fahrzeugpark und die Fahrer- und Maschinisten Ausbildung.
Warum ist Dir das wichtig?
Hilfsbereitschaft wurde mir in die Wiege gelegt. Meine Familie gilt als sehr hilfsbereit und engangiert sich in Vereinen, der Kirche und der Feuerwehr. Die Feuerwehr geniesst ein hohes Ansehen und unsere Arbeit wird geschätzt. Gerade den First Responder erachte ich als sehr sinnvoll, weil dieser bei einem Herz-/Kreislaufstillstand mit Basic Life Support wertvolle Minuten überbrückt bis der Rettungsdienst eintrifft.
Freiwillige Feuerwehren sind im Wandel. Die Tagesverfügbarkeiten gerade bei uns auf dem Land sinken stetig sowie die Bereitschaft als Kader mehr Verantwortung zu übernehmen. Zudem wachsen Anforderungen an Personal, Material und Administration. Aus diesen Gründen habe ich mich vor zwei Jahren für ein Projekt gemeldet, welches die Bildung einer regionalen Feuerwehr vorantreibt. Von ursprünglich sechs beteiligten Gemeinden starten nun Wängi Sirnach und Münchwilen als gemeinsame Feuerwehr per 1. Januar 2026. Das Projekt hat viel Zeit und Energie gekostet und ich musste mich sehr exponieren. Ich konnte jedoch viel lernen und ich würde es wieder machen.
Was nimmst Du aus deinem Ehrenamt für deinen Berufsalltag mit?
Mein Ehrenamt hat mich dazu geführt, dass ich mein Hobby zum Beruf machen wollte. Heute ist Feuerwehr für mich ein Job und ein Hobby. Manch einer würde mir jetzt eine Einseitigkeit vorhalten. Es gibt jedoch Unterschiede. Feuerwehr und Zivilschutz hat neben der Berufsfeuerwehr auch 180 Milizangehörige. Im Einsatz ist es für uns oft «ein Job». Ich sehe es als Vorteil, mich in die Lage eines Milizangehörigen versetzen zu können, welcher gerade von der Arbeit weggerannt ist oder seine Freizeitplanung über den Haufen wirft.
