Was machst Du ehrenamtlich?
Neben dem Ehrenamt im Meter, über das Adrian Kolb erzählt, bin ich seit vier Jahren beim Festival Sur Le Lac auf der Eggersrieter Höhe mit der schönsten Aussicht auf den Bodensee dabei, zuerst als Hilfe beim Auf- und Abbau, danach in der Koordination dessen und fürs 2026 mache ich mit zwei Gspänlis das Booking. Zu dritt buchen wir Bands und Künstler:innen von überall her, machen die Vorproduktion und sind am Anlass selbst circa zehn Tage vor Ort für die Produktion und das Artist-Care. Am Festival bin ich also oft nur hinter der Bühne. Übers Jahr gerechnet ist es wohl ein 10-15% Pensum.
Warum ist Dir das wichtig?
Ich finde es extrem schön, mit rund 300 anderen ehrenamtlichen Mithelfenden an zwei Tagen ein solch schönes Festival durchführen zu können. Der Fakt, dass niemand daran verdient, tut dem Miteinander und der Stimmung extrem gut. Jedes Jahr wird man während des Auf- und Abbaus eine kleine Familie, die ziemlich jede Emotion erlebt. Man ist füreinander da. Der Höhepunkt sind dann die Konzerte mit vielen spannenden Entdeckungen. Es sind zwar meine strengsten Ferien, allerdings ist der Kopf komplett mit anderen Dingen übersät, sodass ich ab Minute 0 von der Arbeit abschalten kann. Diesen Ausgleich schätze ich sehr.
Was nimmst Du aus deinem Ehrenamt für deinen Berufsalltag mit?
Sehr viel. Einerseits verstehe ich selbst, was ehrenamtliches Arbeiten für positive Effekte für einen selbst hat und kann diese Analogie zur Betriebsgruppe im talhof herstellen, weswegen sich junge Menschen im talhof dafür interessieren. Andererseits kann ich für junge Menschen im talhof eine Ansprechperson sein, wenn es um Eventtechnik, Planung eines grösseren Events mit Booking und Durchführung geht. Die Musik, Band oder Künstler:in müssen sie zum Glück immer noch selbst bestimmen, ich finde es extrem spannend, in welchen musikalischen Nischen sie sich befinden.
