Was machst du ehrenamtlich?
Seit Januar 2022 bin ich vom Vorstand der Zivilschutzregion Oberthurgau als Stabschef des Regionalen Führungsstabes Oberthurgau (RFS) eingesetzt. Der Bezirk umfasst 12 Gemeinden: Amriswil, Arbon, Dozwil, Egnach, Hefenhofen, Horn, Kesswil, Roggwil, Romanshorn, Salmsach, Sommeri und Uttwil. Mein Stab besteht aus 15 Mitarbeitenden in sechs Führungsgrundgebieten.
Unsere Hauptaufgabe ist die Vorbereitung auf ausserordentliche Lagen. Dazu führe ich jährlich mehrere Abendrapporte und einen Stabsarbeitstag durch, an denen wir anhand von Szenarien die Ereignisbewältigung trainieren. Im Ernstfall erstellen wir Entscheidungsgrundlagen für die Gemeindebehörden und arbeiten eng mit dem kantonalen Führungsstab zusammen. Das gesamte Zivilschutzbataillon des Oberthurgaus unterstützt uns dabei.
Ich vergleiche mein Nebenamt oft mit dem Führen eines KMU: Ich verantworte Rekrutierung, Budget, Weiterbildung, Beschaffung und Entlöhnung. Zudem vertrete ich den Stab nach aussen, führe Ausbildungen für Gemeinden – etwa zur Besetzung der Notfalltreffpunkte – durch und halte regelmässige Rapporte und Aussprachen mit dem kantonalen Führungsstab.
Warum ist dir dieses Engagement wichtig?
Im Zentrum steht für mich der Einsatz für das Gemeinwohl. Zudem übernehme ich gerne Verantwortung. In meiner Funktion komme ich mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt – das macht die Aufgabe besonders spannend und bereichernd.
Was nimmst du aus deinem Ehrenamt für deinen Berufsalltag mit?
Ich sehe viele Parallelen zu meiner Arbeit im Lagezentrum. Sowohl beruflich als auch im Nebenamt begegne ich immer wieder neuen Problemstellungen. Durch meine zusätzliche Ausbildung und die praktischen Arbeiten im Stab bin ich überzeugt, meine Stressresistenz und Resilienz deutlich gesteigert zu haben.
Zum Schluss möchte ich erwähnen, dass wir im Stab aktuell dringend Unterstützung benötigen – insbesondere in der Lagezelle. Interessierte Personen können sich jederzeit direkt bei mir melden.
