Was machst Du ehrenamtlich?
Seit einigen Jahren engagiere ich mich freiwillig beim Verein «Hospiz-Dienst St.Gallen». Dabei begleite ich schwerkranke und sterbende Menschen im stationären Hospiz St.Gallen. Rund zwei
Einsätze pro Monat – jeweils etwa vier Stunden – verbringe ich vor Ort: Ich schenke Zeit, höre zu, bin einfach da und unterstütze überall, wo es zum Wohl der Menschen im Hospiz beiträgt.
Warum ist Dir das wichtig?
Die Begleitung von Schwerkranken und Sterbenden schenkt meinem eigenen Leben Sinn und Tiefe. Sie macht mich dankbar und erinnert mich daran, was wirklich zählt. Für mich schliesst sich dabei ein Kreis: Von meiner Arbeit in der frühen Förderung der Kinder bis zur Begleitung am Lebensende – beides bedeutet, Menschen in entscheidenden Lebensmomenten zu unterstützen.
Was nimmst Du aus Deinem Ehrenamt für den Berufsalltag mit?
Ich nehme einen achtsamen und respektvollen Umgang mit Menschen in meine Arbeit mit – als schulische Heilpädagogin in zwei Kindergärten sowie in der Beratung und Qualitätssicherung der Spielgruppen der Stadt St.Gallen. Jeder Mensch ist einzigartig und trägt seine ganz persönliche Geschichte in sich. Die Zeit im Hospiz führt mir immer wieder vor Augen, wie wertvoll und oft kurz das Leben ist. Was am Lebensende bleibt – zum Beispiel echte Beziehungen, Dankbarkeit und die Freude an kleinen Dingen – hat auch in der Arbeit mit jungen Kindern für mich eine grosse Bedeutung. Dieses Bewusstsein begleitet mich und bereichert meinen beruflichen Alltag.
