Ausgabe 2-25 | Juni 2025
Der Eintritt in den sogenannten Ruhestand – manche sprechen lieber vom Unruhestand – kommt bei den meisten mit dem Ende des Monats, in welchem das AHV-Referenzalter erreicht wird. Ich sehe es als Errungenschaft unserer Gesellschaft, dass aber Abweichungen möglich sind. Die einen beenden ihre Erwerbstätigkeit zum Beispiel bereits mit 63 Jahren, andere – zum Beispiel auch manche Stadträte 😊 – arbeiten auch über das offizielle Datum hinaus noch etwas weiter.
Der entscheidende Moment kommt damit nicht bei allen im gleichen biologischen Alter, aber wenn er denn einmal da ist, bringt er vermutlich eine der grössten Veränderungen in einem menschlichen Leben. Zum Glück musste ich nur ein paar wenige Male hören, dass schon weit voraus die Tage gezählt werden, bis «es» endlich soweit ist. Meistens tönt es durchaus differenziert: Man freut sich sehr auf die kommende Lebensphase, ist sich aber auch bewusst, dass mit dem Ende der Erwerbstätigkeit auch etwas verloren geht.
Abschied nehmen von langjährigen guten Arbeitskolleginnen und -kollegen, das Wegfallen des durchstrukturierten Arbeitsalltags oder der plötzlich enorm scheinende Vorrat an Zeit – das kann eine echte Herausforderung sein.
Mit etwas Vorbereitung ist es aber gut zu schaffen, dass die schönen Seiten des neuen Lebensabschnitts im Vordergrund stehen. Persönlich denke ich vor allem an die Zeit ohne Termine, Meetings und Fristen, und damit an die Zeit für all das, was ich schon immer einmal tun wollte.
Ich danke Mitarbeitenden, die bald in Pension gehen, für ihr Mitwirken und wünsche ihnen gute Gesundheit und Freude im bevorstehenden neuen Kapitel des Lebens!
Ihnen allen wünsche ich viel Vergnügen bei der Lektüre des aktuellen Stadtspiegels.
Peter Jans
Stadtrat Direktion Technische Betriebe
Fokus: Die Zeit danach
Wenn der Wecker nicht mehr klingeln müsste, man statt in Sitzungen einfach sitzen darf und die Agenda plötzlich frei von Teams-Calls ist, beginnt ein aufregendes neues Kapitel: die Pensionierung. Für den Arbeitgeber bedeutet das: Erfahrung geht, frischer Wind muss kommen. Wie gelingt der Übergang? Ein Blick auf Vorstellungen, Chancen, Herausforderungen und Freuden der Zeit nach der Arbeit.
Persönlich: In zwei Welten zuhause
Mit zwanzig Jahren zieht Karianne Christensen für das Architekturstudium von Norwegen nach Konstanz. Wegen der Liebe ist sie in der Schweiz geblieben. Wo sie in St.Gallen ein bisschen norwegische Heimat wiederfindet und weshalb auf sie das Bonmot «Wie die Mutter, so die Tochter» zutrifft, erzählt Karianne im neuen «Persönlich».
Nah an den Mitarbeitenden
Nach rund zwölf Jahren an der Spitze der Stadtpolizei St.Gallen verabschiedet sich Ralph Hurni in den vorzeitigen Ruhestand. Ein guter Moment für einen Blick zurück – und nach vorn. Im Gespräch teilt der Kommandant persönliche Erfahrungen, Gedanken zur Stadtverwaltung respektive zur Stadtpolizei und verrät, auf was er sich speziell freut.
Fund aus dem Archiv: Aufnahmen von Foto Gross
Eine sechsstellige Zahl an Bildern des Unternehmens Foto Gross lagert in den Magazinen der Stadtarchive der Politischen Gemeinde St.Gallen und der Ortsbürgergemeinde St.Gallen. Die Fotos geben, nebst vielem anderen, einen Einblick in den hundertjährigen Wandel der Arbeit.
