Der Jugendquotient (Prozentverhältnis der 0-19-Jährigen zu den 20-64-Jährigen) ging ab 1980 deutlich zurück. In den 1990er Jahren blieb der Quotient stabil, weil nun die Babyboomgeneration Kinder bekam. Nach einem Rückgang in den 2000er Jahren hat sich der Trend ab 2016 wieder leicht gekehrt. Künftig dürfte sich der Jugendquotient bei etwa 28 Prozent einpendeln.
Der Altersquotient (Prozentverhältnis der über 64-Jährigen zu den 20- bis 64-Jährigen) ist zwischen 1980 und 2014 von 30 auf 27 Prozent gesunken. Seitdem steigt der Altersquotient wieder und es ist mit einem weiteren Anstieg auf 36 Prozent im Jahr 2055 zu rechnen. Im Vergleich zu anderen Regionen ist der Anstieg relativ moderat, weil die Stadt St.Gallen vermutlich auch künftig eine starke Zuwanderung junger Menschen zu Studien- und Arbeitszwecken verzeichnen wird, die dann mit zunehmenden Alter oft in das nahe Umland abwandern.
Je höher der Jugendquotient, desto höher sind die Aufwendungen der erwerbsaktiven Generation für die Betreuung, Erziehung und Schulung der nachwachsenden Generationen. Je nach Organisation von Betreuung, Erziehung und Schulung (vollprivat versus vollgemeinschaftlich) werden die Aufwendungen unterschiedlich verteilt.
Je höher der Altersquotient, desto grösser ist, wenn sonst alles gleich bleibt, der Beitragsbedarf zulasten der erwerbsaktiven Altersgruppen im Bereich der Sozialen Sicherung der älteren Generationen. Die Art der Ausgestaltung der Sozialen Sicherungssysteme (z.B. Deckungs- oder Umlageverfahren) und die Produktivitätsentwicklung der erwerbsaktiven Generation sind wichtige Einflussgrössen bezüglich dem Beitragsbedarf der erwerbsaktiven Altersgruppen.
Jugendquotient: Verhältnis der Anzahl an unter 20-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Altersquotient: Verhältnis der Anzahl an über 64-Jährigen zur Anzahl an 20-64-Jährigen.
Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren bleiben ausgeklammert.
Die Bevölkerungsszenarien des Amts für Daten und Statistik Kanton St.Gallen (DSSG) stellen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: «Trend», «Hoch» und «Tief».
Zentrale Annahmen und Parameter aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2025, BR-00-2025 und CR-00-2025) zu den Bevölkerungsbewegungen werden als Ausgangspunkt für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Fertilität, die Mortalität, die Zuwanderungsvolumen und die Wegzugsraten. Bei der Berechnung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien werden vom DSSG die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig bis auf Ebene der Gemeinden heruntergebrochen. Die intrakantonale Wanderung zwischen den Gemeinden im Kanton wird von des DSSG auf Basis vergangener Wanderungsströme modelliert.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 30.09.2026
