Die Stadt St.Gallen verzeichnete zwischen 1980 und 2000 im Unterschied zum Kanton (+15%) tendenziell einen Bevölkerungsrückgang (-6%). Seit Anfang des neuen Jahrhtausends hat sich dieser Trend gekehrt und die Stadt St.Gallen kann - mit Ausnahme des Jahres 2016 - wieder Bevölkerungszuwächse verzeichnen, prozentual aber nicht ganz im Gleichschritt mit dem Kanton.
Gemäss kantonalen Bevölkerungsszenarien des Amtes für Daten und Statistik soll sich auch in den Jahren ab 2024 die Bevölkerungszunahme des letzten Jahrzehnts fortsetzen. In allen drei Szenarien folgt die Zunahme der stadtsanktgaller ständigen Wohnbevölkerung in etwa der gesamtkantonalen Entwicklung. Der Unterschied zwischen den drei Szenarien ist allerdings beträchtlich. Im Trendszenario resultiert bis ins Jahr 2055 ein Zuwachs gegenüber 2024 um 21'600 auf 100'500 Einwohnerinnen und Einwohner. Im tiefen Szenario, bei dem von einer niedrigeren Nettozuwanderung und Fruchtbarkeit ausgegangen wird, beträgt der Anstieg noch etwa 9'000 auf 87'800 Personen. Im hohen Szenario führen höhere Nettozuwanderung und Fruchtbarkeit dazu, dass die Stadt St.Gallen mit einem Zuwachs von knapp 34'300 auf 113'200 Personen die Grossstadtgrenze deutlich überschreitet.
Für die Entwicklung der Wohnbevölkerung (ständige Wohnbevölkerung plus Kurz- und Wochenaufenthalter) liegen keine Szenarien vor. Aktuell liegt die Zahl der Wohnbevölkerung knapp sechs Prozent höher als die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung.
Die ständige Bevölkerung umfasst den Personenkreis, der mit einer längerfristigen Perspektive in einer Gebietseinheit Hauptwohnsitz genommen hat, dort primär steuerpflichtig ist und die politischen Rechte in Anspruch nehmen kann. Ob ein Mitglied der ständigen Wohnbevölkerung effektiv den Lebensmittelpunkt in seiner Hauptwohnsitzgemeinde hat, bleibt offen. Es gibt Personen der ständigen Wohnbevölkerung, deren Lebensmittelpunkt sich an einem Nebenwohnsitz befindet.
Die ständige Bevölkerung umfasst den Personenkreis, der mit einer längerfristigen Perspektive in einer Gebietseinheit Hauptwohnsitz genommen hat, dort primär steuerpflichtig ist und die politischen Rechte in Anspruch nehmen kann. Ob ein Mitglied der ständigen Wohnbevölkerung effektiv den Lebensmittelpunkt in seiner Hauptwohnsitzgemeinde hat, bleibt offen. Es gibt Personen der ständigen Wohnbevölkerung, deren Lebensmittelpunkt sich an einem Nebenwohnsitz befindet.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario «Trend» zum Kanton St.Gallen schreibt im Hinblick auf Wanderung, Fruchtbarkeit und Sterblichkeit die in den letzten Jahren beobachteten Trends in die Zukunft fort.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario «Hoch» geht im Vergleich zum Trendszenario von einer höheren Nettozuwanderung, einer höheren Fruchtbarkeit und einer höheren Lebenserwartung aus.
Das regionalisierte Bevölkerungsszenario «Tief» geht im Vergleich zum Trendszenario hingegen von einer tieferen Nettozuwanderung, einer tieferen Fruchtbarkeit und einer niedrigeren Lebenserwartung aus.
Beobachtungswerte ESPOP/STATPOP, Zukunfstwerte gemäss kantonalen Bevölkerungsszenarien.
Es wird die ständige Wohnbevölkerung am Hauptwohnsitz berücksichtigt. Personen mit Nebenwohnsitz und ausländische Personen mit Kurzaufenthaltsbewilligungen oder im Asylverfahren bleiben ausgeklammert.
Die Bevölkerungsszenarien des Amts für Daten und Statistik Kanton St.Gallen (DSSG) stellen Regionalisierungen der kantonalen Bevölkerungsszenarien des Bundesamtes für Statistik (BFS) dar. Es werden drei Szenarien berechnet: «Trend», «Hoch» und «Tief».
Zentrale Annahmen und Parameter aus den kantonalen Bevölkerungsszenarien des BFS (AR-00-2025, BR-00-2025 und CR-00-2025) zu den Bevölkerungsbewegungen werden als Ausgangspunkt für die Regionalisierung übernommen. Hierzu zählen die Fertilität, die Mortalität, die Zuwanderungsvolumen und die Wegzugsraten. Bei der Berechnung der regionalisierten Bevölkerungsszenarien werden vom DSSG die von den BFS-Szenarien vorgegebenen gesamtkantonalen Entwicklungen unter Beachtung der lokalen Besonderheiten kleinräumig bis auf Ebene der Gemeinden heruntergebrochen. Die intrakantonale Wanderung zwischen den Gemeinden im Kanton wird von des DSSG auf Basis vergangener Wanderungsströme modelliert.
Nächste Aktualisierung bis spätestens: 30.09.2026
