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Denkmalpflege

30. März 2020, 18:36 Uhr | Bereich Denkmalpflege

Gaiserbahnhof, Bahnhofplatz 7 – Sanierungsarbeiten

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts stieg die Stadt St.Gallen im Zuge der Stickereiblüte zu einer der wichtigsten Schweizer Handelsstädte empor. Die bisherige Transport-Infrastruktur genügte den gestiegenen Ansprüchen nicht mehr, ein 1907 ausgeschriebener Wettbewerb sollte eine «einheitliche architektonische Gestaltung» für ein neues Postgebäude, den Haupt- und den Nebenbahnhof erbringen.

Fassade Bahnhofplatz 7

Der 1913-1914 von Gemeindebaumeister Max Müller und seinem Adjunkt Hermann Lüthi erbaute Gaiserbahnhof erfüllt diese Anforderung bestens. Der Bau, eine verkleidete Eisenbetonkonstruktion, nimmt in der Materialisierung und formalen Gestaltung wesentliche architektonische Elemente des Hauptbahnhofs auf und bildet trotzdem ein eigenständiges Gebäude im Bahnhofsensemble. Charakteristisch ist der spitz zulaufende trapezförmige Grundriss von Gebäude und Perrondach, bedingt durch den Strassen- und Gleisverlauf.

Die Neugestaltung des Bahnhofplatzes und die Einführung der Durchmesserlinie der Appenzeller Bahnen (AB) hatten auch beim Gaiserbahnhof und in seiner Umgebung verschiedene Sanierungsarbeiten zur Folge. Bereits 2017 wurde der ehemalige Kiosk, der auf der Westseite angebaut war, zurückgebaut. Ebenfalls nicht mehr benötigt wurde die Leitstelle der AB an der Südfassade. An ihrer Stelle wurde die ursprüngliche Fensteröffnung samt Fenstergitter aufwändig rekonstruiert. Gleichzeitig wurden die Deckenuntersichten der Perrondächer aufgefrischt. Die einst mit verschiedenen Installationen zugestellte Südfassade erscheint heute wieder im ursprünglichen und ungestörten Erscheinungsbild. Noch ausstehend ist die Errichtung einer Sockelmauer als Abschluss gegenüber dem Strassenraum, diese wird sich in der Materialisierung an den Granit-Sockel des Gebäudes anlehnen.

 
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