Die Überbauung zeigt eine lebendige, abwechslungsreiche Fassadengliederung. Immer wieder andere Eingangsdispositionen, variantenreiche Erkeranlagen, verschiedene Balkonsysteme und eine ausdrucksstarke Dachlandschaft werden jedoch durch verbindende Elemente, wie das markante Sockelgeschoss aus Sandstein oder die Segmentbogenfenster im vierten Obergeschoss, geschickt zusammengehalten.
Wegen der damals herrschenden Wohnungsknappheit wurden auch die Dachgeschosse bis fast in den letzten Winkel als Wohnraum genutzt. Es überrascht aber schon, mit welcher Qualität und Sorgfalt diese Wohnungen ausgestattet sind. Beim Umbau der Dachwohnung im Haus Nr. 12 konnten noch etliche Reste der originalen Boden- und Wandoberflächen gefunden und teilweise ins Renovationskonzept übernommen werden. Die 60 Stufen bis in die Dachwohnung sind heute ohne Lift sicher ein Minuspunkt in der Vermarktung. Dafür kann aber mit einer einmaligen und hochstehenden Wohnatmosphäre viel wieder gut gemacht werden. Dies trifft auch auf die vorliegende Renovation zu: Mit viel Feingefühl, Freude an der erhaltenen Ausstattung und grossem handwerklichen Geschick ist eine Dachwohnung wiedererstanden, die nicht nur ein eindrückliches baugeschichtliches Zeitdokument darstellt, sondern auch einen hohen und zeitgemässen Wohnwert aufweist.
