Wind und Wetter hatten der gut einhundert Jahre alten Fassade stark zugesetzt. Vor allem die schmuckvollen Sandsteinarbeiten stellten bei der nun durchgeführten Fassadensanierung die grösste Herausforderung dar. Risse, undichte Fugen und Absandungen, aber auch frühere Restaurierungen führten zu Schäden, die zur langfristigen Erhaltung des Baudenkmals instand gestellt werden mussten. Der Bauherrschaft war es ein grosses Anliegen, nichts an dem Gebäude zu beschönigen und die Spuren des Alters zu erhalten. Entsprechend wurde Wert darauf gelegt, möglichst viel originale Substanz zu erhalten und zu sichern, während Ergänzungen und Reprofilierungen nur zurückhaltend angewandt wurden. Die Putzflächen wurden ebenfalls nur geflickt, lediglich an der Südfassade musste vollständig neu verputzt werden. Die seltenen Holzrollläden und Schiebeläden wurden instand gestellt und neu gestrichen, ebenso die eisernen Balkongeländer. An den Balkonen auf der Westseite zeigen sich mit den feinen, aufgesetzten Absturzsicherungen auch neue Bauteile. Die sorgfältige Fassadensanierung stellte an alle Beteiligten höchste Ansprüche – der Aufwand zahlt sich aus, indem sich die Villa Malta heute wieder in einem gesunden Kleid, aber mit alter Patina präsentiert.
06. Februar 2019, 15:44 Uhr | Bereich Denkmalpflege
Villa Malta, Hochwachtstrasse 15 – Fassadensanierung
Die Villa Malta hat eine ganz besondere Baugeschichte: 1883 von den bekannten Zürcher Architekten Chiodera & Tschudy für den Stickereikaufmann Eduard Kürsteiner am Bahnhofplatz erstellt, wurde sie 1911 in ihre Einzelteile zerlegt und am neuen Standort an der neu angelegten Hochwachtstrasse im Riethüsli mit einem halben Geschoss mehr und um 180 Grad gedreht wieder errichtet. Die in Formen der italienischen Renaissance gehaltene Villa versprüht einen Hauch Italianità im ansonsten eher vom Heimatstil und jüngeren Bauten geprägten Quartier.
