Der deutsche Architekt Paul Robert Gerber entwarf eine Reihenhaus-Siedlung, die trotz unterschiedlicher Gestaltung der Details ein einheitliches architektonisches Erscheinungsbild ergibt. Die variantenreiche Dachlandschaft mit Walm- und Mansard-Dächern, das Spiel von dunklen Holzverschalungen und hell verputzten Mauern sowie Zierelemente wie Erker, Klebdächer und Vordächer führen zu einer harmonischen und malerischen Gesamtwirkung.
Jedes Reihenhaus besitzt südlich vorgelagert seinen eigenen Garten. Diese können von den Mietern weitgehend selber gestaltet werden. Die Gärten liegen teilweise in sehr steiler Hanglage, weshalb für die Überwindung der Höhenunterschiede im Laufe der Jahre verschiedene Stützkonstruktionen zum Einsatz kamen. Dadurch entstand eine heterogen wirkende Umgebung, die im Widerspruch zur Einheitlichkeit der Reihenhaus-Siedlung steht. Die Eigentümerschaft entschloss sich daher, die Gärten der Reihenhäuser in Etappen nach einem einheitlichen Konzept neu zu gestalten. Einheitlich gestaltete Wege, Terrassierungen und Grünflächen sowie eine klare Trennung von Sitzplätzen auf der untersten Ebene und «grünen» Bereichen auf den oberen Ebenen stärken die Einheitlichkeit des Erscheinungsbilds, während gleichzeitig den Bewohnern für die individuelle Nutzung und Möblierung oder für Gemüse- und Blumenbeete genügend Freiheiten bleiben.
