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Denkmalpflege

30. März 2020, 19:00 Uhr | Bereich Denkmalpflege

Mehrfamilienhaus, Notkerstrasse 18 – Gesamtrenovation

Das Mehrfamilienhaus stammt aus einer Zeit, als sich St.Gallen an den Weltstädten wie Paris, Berlin oder Mailand orientierte und ausserhalb der historischen Stadt grosszügige Wohnquartiere mit Vorgärten, Hofräumen und Parkanlagen plante.

Fassade der Notkerstrasse 18 nach Renovation

Für das Museumsquartier beauftrage sie den Ingenieur Reinhard Lorenz, der den entsprechenden Quartierplan mit einem orthogonalen Grundmuster erstellte. Zudem verlangte das Reglement eine gewisse Symmetrie unter den Häusern und «es sollen die Fassaden innerhalb der Grenze des Schönen und der Harmonie gegenüber den übrigen Bauten gehalten werden». Die geforderte hohe architektonische und baukünstlerische Qualität dürfte mitverantwortlich sein, dass die anfangs des 20. Jahrhunderts entstandenen Wohnblocks heute noch weitgehend in ihrem Originalzustand erhalten sind. Das Mehrfamilienhaus Notkerstrasse 18 macht da keine Ausnahme. Abgesehen von der wohl bautechnisch bedingten Entfernung des einst reich ornamentierten Dachgesimses und des Erkerturms sowie der technischen Erneuerung der Nasszellen schien die Zeit schadlos am Bau vorbeigegangen zu sein.

Mit der abgeschlossenen Gesamtrenovation wurde das Gebäude nun wieder aus seinem Dornröschen-Schlaf geweckt und in vorbildlicher Weise und unter Beibehaltung der baukünstlerischen Qualitäten für die heutige Zeit fit gemacht. Den modernen Küchen und Bädern stehen sorgfältig restaurierte Wohnräume mit den originalen Wandtäfern, Parkettböden und stuckierten Decken gegenüber. In einigen Räumen konnten die originalen Deckenmalereien und maserierten Täfer wieder hervorgeholt und erhalten werden. Besonders prachtvoll präsentiert sich das Treppenhaus wieder. In Anlehnung an die Nachbarbauten wurde auch das Reliefband auf dem Dachgesims rekonstruiert und damit die Fassadenarchitektur vervollständigt.

 

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