Das Konzept rentierte nicht, weshalb 1964 der St.Galler Architekt Heinrich Graf mit der Innenraumgestaltung eines grossen, einheitlichen Gastraums beauftragt wurde. Das neu geschaffene Interieur zeichnete sich durch wenige, aber klassische Materialien aus: Roter Marmor am Boden und teils an Wänden, Holz an der Decke und als Wandverkleidung, gebürsteter Chromstahl an den ovalen Säulen.
Es gehört mit zum Besten, was an Innenarchitektur der 1960er-Jahre in St.Gallen erhalten ist.
Vor dem nun vollendeten Umbau war das einzigartige Restaurant längere Zeit nur noch als Frühstücksraum für Hotelgäste zugänglich. Ein Besitzerwechsel und die Absicht, die Hotelkapazität zu Lasten des Geschäftshausteils zu verdoppeln – also wie bereits beim Umbau 1964 betriebliche Gründe – waren Ausschlag gebend für eine Neukonzeption des Erdgeschosses. Das Entfernen der Binnenwände sowie des Raumteilers aus gelbem Marmor ermöglichte eine deutlich grosszügigere Hotellobby, führte aber auch zum Verlust von gewichtigen schützenswerten Elementen. Im Restaurantbereich dagegen blieb das Interieur grösstenteils erhalten, spätere Veränderungen wurden zurückgebaut. Das moderne, aber in Material und Form doch dem Original verpflichtete Mobiliar lässt einem die ursprüngliche Atmosphäre erahnen.
