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14. Januar 2021, 09:30 Uhr | Bereich Home

Felsrinne im Riethüsli in St.Gallen ermitteln

Ab Montag, 18. Januar 2021 führt das kantonale Tiefbauamt im Riethüsli-Quartier in St.Gallen während rund vier Nächten Baugrunduntersuchungen durch. Mit der Untersuchung soll eine mit Wasser und Gestein gefüllte Felsrinne ermittelt werden. Die Lokalisierung der Felsrinne ist nötig, um die genaue Linienführung des geplanten Tunnels Liebegg festzulegen.

Materialien Seismische Baugrunduntersuchungen

Der Tunnel Liebegg soll dereinst vom Güterbahnhofareal in St.Gallen über das Gebiet des Nestweihers und Oberhofstetten zur Teufener Strasse kurz vor der Lustmühle führen. Um den Baugrund zu erkunden, führte der Kanton im vergangenen Herbst erste Sondierbohrungen aus. Die Bohrungen zeigten, dass im Riethüsli eine tief eingeschnittene Felsrinne liegt, die durch die Gletscher der letzten Eiszeit entstand. Heute ist diese Felsrinne mit Wasser und Gestein gefüllt. Damit die Linienführung für den geplanten Tunnel Liebegg festgelegt werden kann, muss die Lage der Felsrinne mit weiteren Untersuchungen ermittelt werden.

Die Messungen sollen am Montag, 18. Januar starten und dauern vier Nächte. Bei Schneefall müssen die Untersuchungen verschoben werden. Möglich sind zudem Nachmessungen in den Folgenächten. Das seismische Messverfahren ist überaus sensibel, weshalb die Emissionen auf die Umgebung sehr gering sind. Da Erschütterungen aus der Umgebung die Untersuchung stören könnten, erfolgen die Messungen in der Nacht. Ausserdem wird der Verkehr umgeleitet.

Der Tunnel Liebegg ist ein Teilprojekt des Zubringers Güterbahnhof. Für die Planung und den Bau des Tunnels Liebegg ist der Kanton St.Gallen zuständig. Der Zubringer Güterbahnhof wiederum gehört zum Gesamtvorhaben Engpassbeseitigung St.Gallen, das in der Verantwortung des Bundesamtes für Strassen ASTRA liegt.

 

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