Rund sechs bis acht Prozent der Bevölkerung erkranken in ihrem Leben an einer sogenannten seltenen Krankheit, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantonsspitals St.Gallen. Bei seltenen Krankheiten handelt es sich um chronische Krankheiten, die weniger als eine von 2000 Personen betreffen. Betroffene Patienten haben häufig Probleme, überhaupt eine richtige Diagnose zu erhalten. Hier will nun das neue Ostschweizer Zentrum für seltene Krankheiten Abhilfe schaffen, welches gemeinsam vom Kantonsspital und dem Ostschweizer Kinderspital betrieben wird. Laut der Mitteilung hat das Ostschweizer Zentrum für seltene Krankheiten vor wenigen Tagen die Anerkennung durch die Nationale Koordinationsstelle für seltene Krankheiten (Kosek) erhalten.
Das Zentrum möchte als Anlaufstelle für die Patientinnen und Patienten dienen, bei deren Diagnose weitere Abklärungen notwendig sind. Ihnen bietet das neue Zentrum nicht nur eine umfassende Beratung. Es vernetzt die Betroffenen auch mit Fachspezialisten und koordiniert die Versorgung von Kantonsspital und Ostschweizer Kinderspital. Darüber hinaus fördert das Ostschweizer Zentrum für seltene Krankheiten sowohl die Weiterbildung als auch die Forschung in diesem Bereich.

