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Standort St.Gallen

14. Juni 2021, 08:10 Uhr | Bereich Standort St.Gallen

Dialog statt Protest – die Anfänge des St.Gallen Symposiums.

Das Jahr 2021 war für das St.Gallen Symposium (SGS) ein grosses Jahr. Einerseits, weil es die 50. Durchführung feiern durfte, andererseits war es die erste stark virtuelle Version. CEO des Sympo-siums, Beat Ulrich, spricht im Interview, nebst den Anfängen des SGS, über die heutige Bedeutung der Initiative für generationenübergreifenden Dialog.

Hinter den Kulissen

Ein Blick hinter Kulissen des St.Gallen Symposiums.

 

Sind Ihnen in St.Gallen anfangs Mai 2021 auffällig viele Studierende begegnet? Gut möglich, dass diese auf dem Weg zum Symposium waren, das vom 5. bis 7. Mai stattfand. Obwohl die Durchführung hauptsächlich virtuell war, brauchte es zahlreiche Personen an der Universität St.Gallen (HSG) vor Ort. Zum einen nationale und internationale Speaker, Führungskräfte, Politikerinnen sowie Politiker, aber auch das International Students Committee (ISC), welches zusammen mit der St.Galler Stiftung und vielen helfenden Studierenden den Anlass organisiert. Übertragen wurde die Konferenz direkt von der HSG hinaus in die ganze Welt.

«Das Symposium sieht sich als Initiative für die Gemeinschaft», sagt Beat Ulrich. «Ende der 60er Jahre gab es weltweit sehr viele Studentenproteste, man streikte gegen die Apartheit, setzte sich für Gleichberechtigung ein. Viele dieser Aktionen hinterliessen nicht Lösungen, sondern eher Zerwürfnisse in den Städten», erzählt CEO Ulrich weiter. Zu dieser Zeit studierte Wolfgang Schürer an der Universität St.Gallen. Er dachte sich, dass Proteste nicht die einzige Lösung seien und initiierte mit weiteren Studierenden einen Dialog zwischen engagierten jungen Menschen und Führungskräften aus Wirtschaft, Politik etc. – das Symposium war geboren.

In der Zwischenzeit ist das ISC gemeinsam mit der St.Galler Stiftung für die Organisation des bedeutenden Anlasses verantwortlich. Während der Konferenz stehen jeweils ca. 500 Studierende im Einsatz. Im Normalfall nehmen pro Durchführung jeweils 800 Teilnehmende in St.Gallen am Symposium teil. Die Personen stammen aus über 70 verschiedenen Ländern. Bis heute steht beim SGS der Dialog im Fokus. Jedes Jahr wird ein aktuelles Thema aufgegriffen. 2021 war es «Trust Matters». Vor der Konferenz läuft ein internationaler Aufsatzwettbewerb zum Thema. Studierende aus der ganzen Welt können sich mit ihrem Aufsatz für eine Teilnahme beim SGS bewerben. Davon werden 100 ausgewählt und nach St.Gallen eingeladen. Weitere über 100 engagierte junge Menschen aus aller Welt werden zusammen mit internationalen Universitäten ausgewählt und ebenfalls eingeladen. Unternehmen haben durch eine Partnerschaft die Möglichkeit daran teilzunehmen. Nebst dem Symposium finden auch ganzjährig Dialogformate zwischen den Generationen statt – immer entlang der Vision «lead with the next generation in mind».

Dieses Jahr war alles etwas anders, statt Networking-Anlässe mit Apéro, gab es virtuelles Kennenlernen auf der eigens gebauten, digitalen Plattform namens «Plato». Diese ermöglichte es, ein Flair von St.Gallen hinaus in die Welt zu tragen. «Unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten auf der Plattform nebst dem gesamten Programm unter anderem die Kunstwerke der HSG betrachten und wir streamten beispielsweise eine Yoga-Lektion aus der Stiftsbibliothek und vom Klosterplatz, um so auch den Standort St.Gallen zu präsentieren», erklärt Beat Ulrich.

 

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