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Medienmitteilungen

05. Mai 2022, 10:00 Uhr | Bereich Medienmitteilungen

Vorprojekt zur Neugestaltung Marktplatz und Bohl liegt vor

Der Stadtrat hat das Vorprojekt zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl verabschiedet. Ab Mitte Mai kann sich die Bevölkerung während einem Monat auf der Online-Mitwirkungsplattform der Stadt dazu vernehmen lassen. Der Baubeginn ist für Anfang 2024 vorgesehen, die Bauzeit beträgt zwei Jahre.

Planausschnitt Markplatz

Am 27. September 2020 hat das städtische Stimmvolk einem Rahmenkredit in der Höhe von rund CHF 27.7 Mio. zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl deutlich zugestimmt. Inzwischen konnte das Vorprojekt abgeschlossen werden. Die öffentliche Mitwirkung dazu findet während eines Monats ab Mitte Mai statt. Mit dem Baubeginn wird bei idealem Verlauf Anfang 2024 gerechnet, die Inbetriebnahme ist zwei Jahre später vorgesehen. Parallel zu den Arbeiten am Marktplatz und Bohl läuft die Planung für die Neue Bibliothek St.Gallen, welche Kantons- und Stadtbibliothek unter einem Dach am Blumenmarkt zusammenführen soll. Beide Projekte bedeuten eine grosse Chance für die Belebung der Innenstadt und werden koordiniert geplant.

Das Projekt zur Neugestaltung von Marktplatz und Bohl gliedert sich in die vier Module Platzgestaltung, Verkehr, Hochbau und Markt.

Platzgestaltung

Im Rahmen der Platzgestaltung ist für die Oberflächen ausserhalb des Verkehrskorridors ein Natursteinbelag vorgesehen, dieser wird grösstenteils ungebunden umgesetzt. Diese Entscheide sind in Absprache mit Seniorenrat und Procap erfolgt. Der Baumbestand wird erhöht. Vorgesehen sind drei Brunnen. In die Marktgasse werden an verschiedenen Stellen Wasserdüsen eingebaut, die an Hitzetagen als sogenannter «Cool Spot» wirken.

Verkehr

Das neue Verkehrsregime sieht eine Begegnungszone auch auf dem öV-Korridor vor, es gilt Fahrverbot für den motorisierten Individualverkehr. Der Fuss- und Veloverkehr kann frei zirkulieren. Für genügend Veloabstellplätze ist gesorgt. Taxistandplätze sind weiterhin deren zwölf vorgesehen.

Hochbauten und Markt

Im Modul Hochbau wurde die Setzung des Marktpavillons insbesondere auch mit Blick auf die Bibliotheksbaute und nach Gesprächen mit dem Verein Marktfrisch optimiert. Der aus zwei Häusern bestehende Bau soll nun mittig, aber schräg auf dem Platz zu stehen kommen, mit dem Effekt, dass die Verkaufsflächen von allen Seiten gleich nutzbar und zugänglich sind. Mit der Anordnung der mobilen Stände des Wochen- und Bauernmarktes rund um den Pavillon entsteht dadurch ein spannendes Zusammenspiel. Im Pavillon sind 16 Stände mit Flächen zwischen sechs und neun Quadratmetern vorgesehen. Einzelne Marktstände können aber auch zusammengelegt werden.

Im Modul Markt wurde das Marktkonzept erarbeitet, welches den Fokus auf ein breites Angebot sowie regionale Lebensmittel legt. Zusätzliche Take-away-Angebote sollen weiter zur Belebung eines attraktiven Marktes beitragen. Um die angebotenen Produkte vor Ort zu konsumieren, werden zwischen den Pavillongebäuden Tische und Bänke zu Verfügung gestellt. Die Auswahl der Mieterinnen und Mieter und das Produkteangebot erfolgen mit dem Bau des Pavillons neu.

ÖV-Haltestellen

Die Herausforderung bei der Setzung der öV-Haltestellen bestand darin, die Balance zwischen den Anforderungen der Verkehrsbetriebe und den angrenzenden Nutzungen zu finden. Die Calatrava-Wartehalle bleibt am bewährten Standort und wird instand gestellt. Die Haltestelle beim Hecht wird westwärts verschoben und auf einer Länge von 60 Metern zwischen Metzger- und Engelgasse angeordnet; vorgesehen sind zwei Wartehallen mit einem Baum in der Mitte. Eine Herausforderung bietet sich mit Blick auf die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes bei den öV-Haltekanten, da sowohl Busse als auch die Appenzeller Bahnen am Marktplatz-Bohl anhalten. Es sind kombinierte Haltekanten geplant.

Öffentliche Mitwirkung

Ab 16. Mai 2022 findet auf der Partizipationsplattform www.partizipieren.stadt.sg.ch eine öffentliche Mitwirkung zum Bauprojekt und zum Marktkonzept statt. Diese dauert einen Monat. Nach Auswertung der Rückmeldungen sollen innert Jahresfrist das Bauprojekt ausgearbeitet und anschliessend die Auflageverfahren durchgeführt werden.

Ab Sommer bis Herbst 2023 soll die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen, damit im Idealfall Anfang 2024 mit den rund zwei Jahre dauernden Bauarbeiten begonnen werden kann.

 

4 Kommentare
  • Nic 05. Mai 2022 19:35
    «Im Rahmen der Platzgestaltung ist für die Oberflächen ausserhalb des Verkehrskorridors ein Natursteinbelag vorgesehen, dieser wird grösstenteils ungebunden umgesetzt. Diese Entscheide sind in Absprache mit Seniorenrat und Procap erfolgt.»

    Was bedeutet «grösstenteils»? Wie genau sieht die Lösung für Rollstuhlfahrende/Gehbehinderte/Rollator benutzende Personen aus?
    1 Antwort » Antworten
  • Stadt St.Gallen 10. Mai 2022 09:51
    Die überdachten Flächen der Hochbauten (Haltestellen und Marktpavillon) sowie der «Cool Spot» werden als gebundener Natursteinbelag ausgebildet und die restlichen Flächen, ausserhalb des ÖV-Korridors, als ungebundener Natursteinbelag. Für die behindertengerechte Befahr- und Begehbarkeit der Natursteinpflästerungen werden die Oberflächen der Natursteine geschnitten/geflammt, die Kanten scharfkantig und die Fugen zwischen den Steinen mit Brechsand und Trasskalk so hoch wie möglich ausgebildet.
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  • Kamer Gündüz 05. Mai 2022 16:35
    Herr Buschor, was für ein städtischer Raum, alles zugestellt, Bibliothekts- Neubau nicht mitgerechnet. Flexible Nutzung in Zukunft nicht mehr möglich. Was will man den Bäumen rund um Calatrava Halle bezwecken? Die neuen Pavillons wirken ausserirdisch, will man mit der Calatrava Halle konkurrenzieren? Innerstädtische Fehlplanung und politisch motiviert. Nicht gegen weiterbauen aber wie mit historischen, wichtigen Plätzen umgegangen wird ist einzigartig und nur in St.Gallen zu finden. Jeder Eingriff bedingt eine Zerstörung. Zerstöre mit Verstand (Snozzi). Der Verstand wurde hier durch politische Akteure ausser Kraft gesetzt.
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  • ano nym 05. Mai 2022 16:20
    Wer kann mit dieser blöden Skizze etwas anfangen? Nichts ist beschriftet - könnte irgendwo sein. Die Stadt macht es sich einfach. Sie will aber etwas von uns. Aber leider so NIET
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