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Medienmitteilungen

08. November 2022, 09:01 Uhr | Bereich Medienmitteilungen

Unterstützung von extrem armen Familien in Malawi

Die Städtepartnerschaft Schaffhausen – Frauenfeld – St. Gallen – Winterthur unterstützt im Jahr 2023 das Projekt «Sichere Lebensgrundlagen für extrem arme Familien in Malawi» der Stiftung Opportunity International Schweiz mit einem Betrag von 275'000 Franken.

Haus in Malawi

Die Städte Schaffhausen, Frauenfeld, Winterthur und St. Gallen arbeiten in der Auslandhilfe eng zusammen. Jährlich alternierend nehmen die Städte Gesuche von Hilfsprojekten entgegen und wählen ein geeignetes Projekt zur Unterstützung aus. Dieses Jahr ist Frauenfeld im Lead. Die Gesuche werden nach den durch die Städte gemeinsam festgelegten Kriterien geprüft. Das Projekt «Sichere Lebensgrundlagen für extrem arme Familien in Malawi» überzeugte dadurch, dass es einen Ansatz wählt, der langfristig wirksam ist. Mit gezielten Massnahmen soll insbesondere Haushalten in der Obhut von Frauen und Jugendlichen ein Entkommen aus der Armutsfalle ermöglicht werden.

Sehr bedürftige Region

Malawi liegt in Ostafrika und zählt zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Jeder zweite Mensch lebt dort unterhalb der Armutsgrenze. Besonders auf dem Land ist die Armut sehr hoch. Zudem ist Malawi immer wieder extremen Wetterereignissen wie Dürren und Überschwemmungen ausgesetzt und durch den Klimawandel gefährdet. Das Projekt der Stiftung Opportunity International Schweiz hat die Sicherung des Lebensunterhalts von rund 200 extrem armen Haushalten im ländlichen Raum zum Ziel. Viele können sich kaum ernähren und die Kinder haben keine Möglichkeit, regelmässig zur Schule zu gehen.

Dank Projektaktivitäten zu stabilem Einkommen

Das Projekt dauert von Anfang 2023 bis Ende 2024 und zeichnet sich dadurch aus, dass viele Armutsfaktoren gleichzeitig angegangen werden. So soll eine dauerhaft stabilere Lebenssituation für die Betroffenen geschaffen werden. Die Familien erhalten eine Grundausstattung für zwei von ihnen gewählte wirtschaftliche Tätigkeiten, um ein Einkommen zu generieren. Während der gesamten Projektlaufzeit werden die Familien begleitet und geschult. Als zusätzliche Massnahme werden lokale Spar- und Kreditgruppen gegründet, damit die Familien besser mit schwankenden Einnahmen und Ausgaben umgehen können. Die Projektteilnehmenden erhalten so ein solides Fundament für ihre Zukunft: Ein nachhaltig verbessertes Einkommen, soziale Unterstützung und Wiedereingliederung sowie verbesserte Gesundheit und Bildung.

Langfristig wirksamer Ansatz

Opportunity International Schweiz steht in einem regen Austausch mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren vor Ort. Auf diese Weise ist das Projekt lokal auch gut eingebunden. Dieser breite Ansatz wurde bereits in anderen Ländern erfolgreich angewendet. Das Projekt in Malawi stellt somit eine grosse Chance für die betroffenen Familien dar, in Zukunft auf eigenen Beinen zu stehen. Dies ermöglicht auch den regelmässigen Schulbesuch der Kinder. Vom Unterstützungsbeitrag von 275’000 Franken entfallen auf Winterthur 108'000 Franken, auf St.Gallen 84'000 Franken, auf Schaffhausen 48'000 Franken und auf Frauenfeld 35'000 Franken.

 

2 Kommentare
  • Liliane Eberle 09. November 2022 09:10
    Bei einem Budget Defizit von 16 Mio Franken müsste man eigentlich meinen auch bei kleineren nicht nötigen Ausgaben zu sparen. Dies wird ja nicht die einzige Unterstützung sein, die die Stadt macht. Und es ist naiv zu glauben, dass dieses Geld an arme Familien geht, davor werden bei dem Verein noch sämtliche Gehälter, Mieten, Transporte etc bezahlt und dem Vorstand der Dorf-Gemeinde ein schönes Bakschisch gegeben und der kleine Rest geht dann an irgendwelche Familien, sehr wahrscheinlich sind es dann noch Verwandte - so sieht die Realität aus. Und by the way- auch hier haben wir arme Familien.
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  • Gallus Wirrer 08. November 2022 20:21
    Bei aller Güte ! Die Stadt St.Gallen schreibt strukturelle Defizite und verteilt Geld ins Ausland. Alle Gemeinden rund um die Stadt haben einen tieferen Steuerfuss und haben trotzdem Ihre Finanzen im Griff. Nur St.Gallen baut und baut und gibt Steuergelder ohne Ende aus. Vielleicht sollte im Rathaus nebst der Ausgabenkompetenz auch eine Finanzkompetenz beheimatet sein !
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