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Medienmitteilungen

19. März 2026, 07:36 Uhr | Bereich Medienmitteilungen

Gebietsentwicklung St.Fiden – Heiligkreuz wird mit angepasstem Verfahren fortgesetzt

Die Stadt St.Gallen setzt ihre Planung für die Entwicklung des Gebiets St.Fiden – Heiligkreuz fort. Die Entwicklung erfolgt in Abstimmung mit den Grundeigentümerinnen Migros Ostschweiz und SBB. Mit einer Zonenplanänderung mittels Schwerpunktzone soll die planungsrechtliche Grundlage für eine dichte und nutzungsgemischte Entwicklung des neuen Stadtteilzentrums geschaffen werden. Die Entwicklung der städtischen Areale soll, nach der Klärung von übergeordneten Leitlinien, an private Planungsträgerschaften vergeben werden.

Ansicht Gebiet St.Fiden mit Migros Bach und Bahnhof St.Fiden

Die Innenentwicklungsstrategie der Stadt St.Gallen zielt darauf ab, die bauliche Entwicklung entlang des Talbodens zu stärken. Insbesondere in den Gebieten Winkeln, Bruggen – Haggen, Lerchenfeld und St.Fiden bestehen grosse Potenziale. Die Stadt hat gemeinsam mit den jeweiligen Grundeigentümerschaften und weiteren Beteiligten Leitbilder für die zukünftige Entwicklung dieser Schlüsselgebiete erarbeitet. In Winkeln und Bruggen – Haggen sowie im Lerchenfeld sind diese Prozesse bereits weit fortgeschritten. Nun setzt die Stadt ihre Planung auch im Gebiet St.Fiden – Heiligkreuz fort.

Das Gebiet St.Fiden – Heiligkreuz verfügt über eine zentrale Lage nahe der Olma Messen, dem Entwicklungsgebiet Steinachstrasse und dem Spitalareal sowie über eine gute Verkehrsanbindung. Es bietet damit beste Voraussetzungen, sich zu einem attraktiven Wohnquartier und Standort für Unternehmen mit Schwerpunkt auf Life Sciences, Gesundheitstechnologien und ICT sowie öffentliche Einrichtungen mit Fokus auf Bildung zu entwickeln. Ziel ist ein neues, lebendiges Stadtteilzentrum, das vielfältigen Wohnraum, Arbeitsplätze, öffentliche Einrichtungen sowie Grünräume vereint. Besonderes Augenmerk liegt auf einer hochwertigen Freiraumgestaltung, einer guten Vernetzung der umliegenden Quartiere und einer starken Anbindung an den Bahnhof St.Fiden.

Zonenplanänderung wird vorgezogen

Nach dem Entscheid, die Planung ohne eine Überdeckung der Gleise und Nationalstrasse und auf der Basis der bisherigen Erkenntnisse weiterzuführen, hat die Stadt eine Standortbestimmung vorgenommen. Im Austausch mit den Grundeigentümerschaften, Investoren und Immobilienentwicklern wurden unterschiedliche Ansätze zum weiteren Vorgehen geprüft. Als planungsrechtliche Grundlage für die Entwicklung soll im Vorfeld zur Ortsplanungsrevision eine Zonenplanänderung zu einer Schwerpunktzone nach kantonalem Recht erfolgen. Schwerpunktzonen ermöglichen Neuüberbauungen in Gebieten, die zukünftig vielfältig genutzt und anpassungsfähig entwickelt werden sollen. Mit den bisherigen Planungsergebnissen sind bereits ausreichende Grundlagen für die Zonenplanänderung vorhanden.

Für die bauliche Entwicklung des Kerngebiets nördlich der Gleise erarbeitet die Stadt, unter Einbezug der Genossenschaft Migros Ostschweiz und den SBB, Leitlinien zu den übergeordneten räumlichen, funktionalen und infrastrukturellen Zusammenhängen. Sie dienen als Grundlage für die nachgelagerten Teilentwicklungen. Die Leitlinien werden partizipativ mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik erarbeitet.

Frühzeitiger Einbezug privater Planungsakteure

Auf den städtischen Arealen sollen unter Einbezug von privaten Planungsakteuren innovative, nachhaltige Konzepte erarbeitet werden. Für das ehemalige Bahnareal an der Bachstrasse ist ein Wettbewerb für Investoren und Immobilienentwickler mit Baurechtsvergabe geplant. Ziel ist es, ein Entwicklungskonzept zu erhalten, das sich als integraler Bestandteil der übergeordneten Gebietsentwicklung versteht und zentrale Infrastrukturmassnahmen umfasst. Das Areal «Fellhof» soll im Baurecht an gemeinnützige Bauträgerschaften abgegeben werden. Die genannten Planungsschritte Zonenplanänderung und Leitlinien sowie die Ausschreibungen der städtischen Areale erfolgen im Rahmen des bestehenden Planungskredits.

Die bestehenden Brachennutzungen «Areal Bach», «Rümpeltum» und die «Kinderbaustelle» werden bis mindestens 2030 ermöglicht.

 

5 Kommentare
  • Stefan 19. März 2026 19:16
    Schön zu sehen, dass es hier nun vorwärtsgeht. Auch toll, dass der Tanneichenbach und Gerhaldenbach offengelegt werden sollen. Und anstatt einer zweiten Passerelle fände ich eine Verlängerung der SBB Unterführung sinnvoller.

    Gibt es ausserdem eine Karte mit den drei Etappen und den jeweiligen Grundstücken der Stadt, SBB und GMOS? Und wollen die SBB und die GMOS auch zeitnah ihre Flächen überbauen?
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  • WHO 19. März 2026 13:59
    Um das Quartier attraktiver zu machen, wäre es gut, neben der Mobilitätsdrehscheibe auch den Begegnungsort zu beleben. Mehr Cafés, Imbisse, Bars, Restaurants und zusätzliche Läden – neben der Migros – würden dazu beitragen, dass das Quartier lebendiger wird.
    Für viele Stadt-St. Galler gibt es heute, ausser dem Flohmarkt und dem Gustav Gleis, wenig Gründe, nach St. Fiden zu kommen. Mehr Angebote könnten das Quartier deutlich interessanter machen.
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  • Stadt St.Gallen 19. März 2026 16:08
    Vielen Dank für den Hinweis. Angestrebt wird ein vielfältiges, urbanes Stadtteilzentrum, das neben Wohnen und Arbeiten auch Raum für Versorgungs-, Gastronomie- und Begegnungsangebote sowie einladende Grünräume bietet. Von diesen neuen Angeboten sollen sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Quartiere als auch die gesamte Stadt profitieren.
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  • Anonym 19. März 2026 09:17
    Wichtig wäre dass beim Bahnhof St. Fiden ein ÖV-Drehkreuz entsteht. Momentan sind vor allem die Querverbindungen dürftig und zeitraubend. St. Fiden sollte dringend zu einem Hub ausgebaut werden und die S-Bahn weiter gestärkt werden. Zusätzlich dazu müssten die Standzeiten der S-Bahn am Hauptbahnhof reduziert werden, so dass es attraktiver wird, mit der S-Bahn vom Osten in den Westen zu fahren, statt mit dem Stadtbus.
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  • Stadt St.Gallen 19. März 2026 11:42
    Vielen Dank für den Kommentar. Ein wichtiges städtisches Entwicklungsziel ist der Ausbau des Bahnhofs als Mobilitätsdrehscheibe und Begegnungsort. In den Planungen wird angestrebt, die verschiedenen Verkehrsträger künftig besser miteinander zu vernetzen und so die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs insgesamt zu steigern. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Aufenthaltsqualität und möglichst einfache und direkte Umsteigemöglichkeiten gelegt, damit Wege effizienter und komfortabler werden. Zu diesem Zweck wird unter anderem eine zusätzliche Passerelle für Fussgängerinnen und Velofahrer geprüft.
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