Accesskeys

Logo Stadt St.Gallen

Medienmitteilungen

13. März 2026, 10:00 Uhr | Bereich Medienmitteilungen

Neue Baurechtsnehmerin für das Wohnbauprojekt in der Notkersegg

In der Notkersegg plante die Helvetia Versicherungen die Realisierung einer Wohnüberbauung mit rund 160 Wohnungen. Nach der Durchführung eines Architekturwettbewerbs wurde das Vorhaben jedoch nicht mehr weiterverfolgt – nun wird der Baurechtsvertrag an die Raiffeisen Pensionskasse Genossenschaft übertragen, welche das Siegerprojekt weiterbearbeiten und realisieren wird.

Luftbild Notkersegg

Die Politische Gemeinde St.Gallen hat mit der Helvetia Schweizerische Lebensversicherungsgesellschaft AG im Herbst 2022 einen Baurechtsvertrag über das Grundstück Nr. F6428 in der Notkersegg abgeschlossen. Damit auf der Parzelle ein Baugesuch eingereicht werden kann, forderte die Stadt als Grundeigentümerin vorab einen Architekturwettbewerb. Dieses Verfahren hat die Helvetia im Jahr 2023 durchgeführt und im Januar 2024 erfolgreich juriert. Das Siegerprojekt wurde daraufhin öffentlich vorgestellt.

In der Folge hat sich die Helvetia dazu entschieden, das Wohnbauprojekt nicht mehr weiter zu bearbeiten. An ihre Stelle tritt nun die Pensionskasse der Raiffeisen, welche Wohnbauprojekte in der ganzen Schweiz plant und realisiert. Sie übernimmt den öffentlich beurkundeten Baurechtsvertrag und wird das Siegerprojekt aus dem Architekturwettbewerb weiterbearbeiten und realisieren.

Aufgrund der entstandenen Projektverzögerungen gewährt die Politische Gemeinde St.Gallen als Baurechtsgeberin der Raiffeisen Pensionskasse neu eine bis Ende 2028 verlängerte Frist zur Einreichung des Baugesuchs. Damit wird sichergestellt, dass das siegreiche Wettbewerbsprojekt in der benötigten Zeit und Qualität weiterbearbeitet und erfolgreich umgesetzt werden kann.

Das Grundstück befindet sich an der Hueb- und Hagenbuchstrasse und bietet Platz für rund 160 Wohnungen, umgeben von grosszügigen Aussenräumen. Geplant sind mehrheitlich Familienwohnungen.

 

1 Kommentare
  • Andreas Schneiter 19. März 2026 13:03
    Leider fehlt der Hinweis auf die Hintergründe dieses Liegenschaftengeschäfts, den Erwerb des Union-Gebäude als künftiger Standort der Neue Bibliothek St.Gallen.

    Um sich die Rechte für den Neubau an diesem Standort zu sichern schloss die Stadt mit der Helvetia einen Kaufvertrag(1) ab. Dieser beinhaltete nebst dem Erwerb der Liegenschaft als zusätzlich Kompensation die Abgabe der Parzelle auf der Notkersegg. Die Abgabe der Bauparzelle erfolgte dabei unabhängig von der Realisierug der Bibliothek.

    Nun wird dieser Baurechtsvertrag an die Pensionskasse der Raiffeisen übertragen. Diese beabsichtig die bereits vor Jahren projektierte Wohnüberbauung weiter zu bearbeiten und schliesslich zu realisieren. Dazu verlängert die Stadt zusätzlich die zur Einreichung des Baugesuchs ursprünglich festgelegte Frist.

    Unabhängig davon verschiebt sich auch die Realisierung der neuen Stadtbibliothek mehrere Jahre. Ob die am vorgesehenen Standort je gebaut werden kann ist völlig offen. Ganz im Gegensatz zur Wohnüberbauung in der Notkersegg.

    Für die Stadt zeichnet sich somit gleich ein doppelter Verlust ab: kein Bibliotheksneubau am Schibenertor und ein voreilig abgetretenes Grundstück in der Notkersegg.

    Anmerkung:
    (1) Beschluss des Stadtparlaments Nr. 2060 vom 13. September 2022
    .
    0 Antworten » Antworten