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Stadtpolizei

03. April 2021, 13:14 Uhr | Bereich Stadtpolizei

Ausschreitungen in der Stadt St.Gallen

Am Freitagabend (02.04.2021) kam es nach vorangegangenen Aufrufen zu Gewalt in der Stadt St.Gallen zu Ausschreitungen. Einsatzkräfte der Polizei und der Rettung wurden angegriffen. Die angegangenen Einsatzkräfte wurden glücklicherweise nicht verletzt, jedoch hat die Polizei Kenntnis von mindestens zwei verletzten Personen. Es entstand Sachschaden. 19 Personen wurden zwecks Abklärung von Straftatbeständen angehalten und eingebracht. Eine ausgeschriebene Person wurde verhaftet.

Medienkonferenz

Nachdem in den vergangenen Tagen zu Gewalt am Karfreitag in der Stadt St.Gallen aufgerufen wurde, kam es am Freitagabend kurz nach 21 Uhr zu ersten Auseinandersetzungen. Was um 20 Uhr friedlich auf dem Roten Platz begann, artete später in Angriffe auf die Polizei aus, welche vor Ort präsent war und den Dialog suchte. Einsatzkräfte der Polizei wurden mit Flaschen, Steinen, Pyro und sogar einem Molotowcocktail beworfen. Aus Notwehr musste Gummischrot eingesetzt werden. Im Verlauf des Abends kam es zu diversen Sachbeschädigungen und die Polizei setzte neben Gummischrot schliesslich auch Reizgas ein. Unter anderem wurden Gegenstände in Brand gesetzt, Mobiliar beschädigt und beispielsweise eine Scheibe einer Bushaltestelle eingeschlagen. Einsatzkräfte der Polizei und der Rettung wurden angegriffen. Die angegangenen Einsatzkräfte wurden glücklicherweise nicht verletzt, jedoch hat die Polizei Kenntnis von mindestens zwei verletzten Personen. 19 Personen wurden zwecks Abklärung von Straftatbeständen eingebracht. 33 Personen wurden aus der Stadt St.Gallen weggewiesen (28 Personen für 30 Tage und fünf Personen für 24h). Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen wurde zudem in den frühen Morgenstunden ein zur Verhaftung ausgeschriebener 25-jähriger Schweizer festgenommen. Bei der Kantonspolizei St.Gallen gingen bis Samstagmittag rund sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung ein. Die Schadensumme beläuft sich aktuelle auf rund CHF 50'000.

Einsatzkräfte und Einsatzmittel

Die Stadtpolizei St.Gallen wurde durch die Kantonspolizei St.Gallen und Einsatzkräfte aus dem Ostschweizer Polizeikonkordat sowie durch die Transportpolizei der SBB unterstützt. Um die dynamische Lage unter Kontrolle zu behalten, wurde ein Polizeihelikopter der Kantonspolizei Zürich zwecks Aufklärung eingesetzt. Die Berufsfeuerwehr und die Rettung St.Gallen waren ebenfalls im Einsatz. Das Strasseninspektorat des städtischen Tiefbauamtes war in den frühen Morgenstunden im Einsatz, um die Strassen und Plätze zu reinigen.

Zeugenaufruf

Aufgrund erneuter, massiver Sachbeschädigungen in der Stadt St.Gallen, im Bereich Kornhausplatz und Bahnhof, bittet die Stadtpolizei St.Gallen Personen, welche Fotos oder Videos gemacht haben, diese der Polizei zugänglich zu machen. Hinweise werden unter 071 224 60 00 oder mailbox.polizei@stadt.sg.ch entgegengenommen.

Verurteilung der Gewalt

Die Stadt St.Gallen und die Stadtpolizei verurteilen die erneute Gewalt aufs Schärfste. Die Corona-Massnahmen sind insbesondere für junge Menschen einschneidend. Dies rechtfertigt aber in keiner Weise die Gewalt gegen Einsatzkräfte und die Sachbeschädigungen. Es gilt im weiteren Verlauf der Pandemie Ruhe zu bewahren und durchzuhalten.

 

9 Kommentare
  • Anonym 03. April 2021 19:41
    Darf man wissen von wo die 5 Ausländer herkommen?
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  • Altherr 03. April 2021 19:08
    Alles kurz und klein schlagen und Polizisten verletzen geht gar nicht. Aber irgendwie verstehe ich die Leute und das wird leider weiter so gehen, wenn nicht endlich mal der BR eine Perspektive aufzeigt oder zumindest einen Exit-Plan aufzeigt. Denn ewig so weiterleben bzw. das wird dann noch mehr solche unnötigen Krawalle verursachen.
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  • Manuel G. 03. April 2021 18:47
    Ausgerechnet die Jugend beklagt sich über die Massnahmen. Dabei sind die Massnahmen für die Jugendlichen am geringsten. Sport und Freizeitbeschäftigungen sind ja erlaubt. Zur Schule und Lehre dürfen sie auch. Einzig die Clubs sind geschlossen.
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  • Altherr 04. April 2021 00:49
    ich meinte zu glauben dass die Lehren unterbrochen wurden. Aber so oder so ist es natürlich nicht ok wenn man alles kurz und klein schlägt. Aber auf eine Art verstehe ich die Leute, denn es fehlt wie gesagt eine Perspektive oder zumindest eine Idee wie es nach der Pandemie weiter geht denn irgendwann ist ja der Mist vorbei was dann? Da hat der BR leider keinen Plan
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  • Altherr 03. April 2021 18:10
    Alles kurz und klein schlagen ist nicht ok. Aber es ist wie bei einem Dampfkochtopf wenn der Druck so stark wird fliegt irgendwann der Deckel weg. Vielleicht sollte Berset und Co mal endlich eine Perspektive aufzeigen oder zumindest einen gescheiten Exit-Plan aufstellen, denn ohne das wird es noch schlimmer denke ich. Denn irgendwann haben alle die Schn...voll von den Massnahmen für ein Virus das für 99 % der Leute harmlos ist. Und dazu gehört auch das "Einsperren" von alten Leuten in den Altersheimen das ist genauso verwerflich.
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  • M. Ender 03. April 2021 16:12
    Die Formulierung "Die Corona-Massnahmen sind insbesondere für junge Menschen einschneidend", hängt mir schon lange zum Hals heraus. Meine Mutter lebt im Pflegeheim in St Gallen, war drei Wochen im Zimmer in sog. Einzelhaft, anschliessend weitere Wochen ohne physische Besuchsmöglichkeit seitens der Familie. Das Ganze vor dem Hintergrund einer sehr beschränkten Lebenserwartung, da m. Mutter im 87. Lebensjahr steht. Ich bitte um eine ausgewogene Berichterstattung durch die Behörde.
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  • Altherr 03. April 2021 18:12
    ja das finde ich auch verwerflich. Wie oben erwähnt ist der BR da schuld, da er es leider nicht für nötig hält mal eine Perspektive aufzuzeigen oder zumindest einen gescheiten Exit-Plan zur Hand hat. So muss man sich nicht wundern wenn es kracht.
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  • MG 03. April 2021 18:50
    Herr Altherr, bitte schreiben sie doch hier, wie die Perspektive aus ihrer Sicht aussehen würde?
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  • Altherr 03. April 2021 19:09
    z.B. könnte man mal ja sagen dass es z.B. mit den Massnahmen vorbei ist wenn die Risikgruppen geimpft sind. Doch leider hat der BR zusammen mit den Kantonen kläglich versagt.
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