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Stadtpolizei

05. Februar 2022, 18:02 Uhr | Bereich Stadtpolizei

Unbewilligte Kundgebungen aufgelöst

Am Samstag (05.02.2022) fand in der Stadt St.Gallen eine bewilligte Kundgebung gegen Rassismus statt. Eine zweite, ursprünglich ebenfalls bewilligte Kundgebung gegen das Mediengesetz, wurde durch den Veranstalter vorgängig abgesagt. Damit wurde die Bewilligung für diese Kundgebung aufgehoben. Während die bewilligte Kundgebung gegen Rassismus mit zeitlicher Verzögerung ohne Probleme verlief, mussten am Kornhausplatz und später an der Gallusstrasse unbewilligte Kundgebungen aufgelöst werden.

Polizeikräfte am Gallusplatz

Am Samstag fand in St.Gallen ab 14 Uhr eine bewilligte Kundgebung gegen Rassismus statt. Eine für den gleichen Zeitraum bewilligte Kundgebung gegen das Mediengesetz wurde vom Veranstalter vorgängig abgesagt. Folglich wurde auch die Bewilligung für diese Kundgebung aufgehoben. Trotz Absage fanden sich ab 13:30 Uhr 30 bis 40 Corona-Massnahmengegner beim Kornhausplatz für eine folglich nicht bewilligte Kundgebung ein. Sie wurden aufgefordert, den Kornhausplatz zu verlassen. Jene, die dieser Aufforderung nicht nachkamen, wurden einer Personenkontrolle unterzogen. Es wurde eine Anzeige in Aussicht gestellt und sie wurden aus der Stadt weggewiesen.

Bereits kurz nach 13 Uhr wurden vier Freiheitstrychler angehalten und aufgrund ihres unkooperativen Verhaltens auf den Polizeiposten gebracht. Um 14:30 Uhr formierten sich 60 bis 80 Corona-Massnahmengegner erneut und bewegten sich Richtung Gallusplatz. An der Gallusstrasse wurden sie durch die Stadtpolizei St.Gallen wieder angehalten. Es folgte abermals eine Abmahnung und schliesslich eine Kontrolle jener Personen, welche den polizeilichen Anweisungen keine Folge leisteten. Sie werden wegen der Teilnahme an einer unbewilligten Kundgebung, wegen Missachtung einer polizeilichen Anordnung und teilweise wegen Missachtung einer Wegweisung zur Anzeige gebracht. Zudem wurden 48 Personen für 24 Stunden aus der Stadt St.Gallen weggewiesen. 16 besonders renitente Personen wurden zwecks weiterer Amtshandlungen auf den Polizeiposten gebracht. Ihnen drohen zusätzlich Anzeigen wegen Gewalt und Drohung gegen Beamte. Fahnen und Glocken wurden den Corona-Massnahmengegnern abgenommen. Dies, um eine Störung der bewilligten Kundgebung zu verhindern und um sicherzustellen, dass sie kein drittes Mal im Rahmen einer unbewilligten Kundgebung zum Einsatz kommen.

Eine verletzte Frau

Eine 42-jährige Schweizerin, die sich während der unbewilligten Kundgebung mit einer Dali-Maske vermummt hatte, verhielt sich anlässlich ihrer Anhaltung sehr renitent. Sie ging einen Polizisten tätlich an. Zudem stiess sie sich absichtlich den Kopf und provozierte so eine Verletzung. Die 42-Jährige wurde sicherheitshalber mittels Rettung in ein Spital gebracht.

Friedliche und ungestörte Kundgebung gegen Rassismus

Die bewilligte Kundgebung gegen Rassismus musste, um ein Aufeinandertreffen mit den Corona-Massnahmengegnern zu verhindern, zurückgehalten werden. Sie fand mit etwas Verspätung statt und verlief schliesslich friedlich und ungestört.

 
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7 Kommentare
  • Astrid 07. Februar 2022 15:27
    Auch ich habe keine Gegendemo feststellen können. Ich weiss nur, dass der Polizeichef im Vorfeld gesagt hat, dass er keinen Schutz bieten könne, da zuwenig Polizisten aufgeboten werden könnten. Für diese Aussage hatte es aber seeehr viele Polizisten, ca. 50, plus Zivile....man wird täglich angelogen.
  • Stadtpolizei St.Gallen 08. Februar 2022 08:27
    Anscheinend waren Sie nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort, dass Sie die Demonstration gegen Rassismus hätten feststellen können. Wenn Sie sich von der Durchführung überzeugen lassen wollen, finden Sie Bilder und Videos in den Medien. Zudem haben wir in unserer Mitteilung geschrieben, dass die Demonstration friedlich und ungestört stattgefunden hat.

    Da wir im Vorfeld zwei Demonstrationen bewilligt haben, hätten wir auch den "Schutz" bieten können, d.h. damit beide Demonstrationen sicher und ungestört hätten stattfinden können. Jedoch wurde die eine Bewilligung durch den Veranstalter zurückgezogen und wir tolerieren keine illegalen Demonstration, wie es jene der Corona-Massnahmegegnern war.
  • Astrid 08. Februar 2022 17:27
    Illegale Demonstration? Jetzt muss ich ein wenig lachen, sorry. Es gibt keine illegalen Demonstrationen. Zudem war das eher eine Kundgebung oder ein Spaziergang. Dieser Einsatz entsprach in keinster Weise der Verhältnismässigkeit! Wir haben sogar beobachtet, auch in Videos zu sehen ☝, dass Polizisten in zivil Menschen ziemlich derb geschubst haben, um zu provozieren! Geht einfach gar nicht. Aber gut ist auch dies zu sehen in diversen Videos.
  • Max Friedenthal 06. Februar 2022 10:25
    Ich wollte mich der Demo gegen Rassismus anschliessen aber wo war diese. Evtl. In einer anderen Stadt? Diese Demo fand in St. Gallen nicht statt.
  • Stadtpolizei St.Gallen 08. Februar 2022 08:19
    Sie finden in den Medien Bilder wie auch Videos von der Demonstration gegen Rassismus. Zudem haben wir in unserer Mitteilung geschrieben, dass die Demonstration friedlich und ungestört stattgefunden hat. Wenn Sie zur rechten Zeit am Besammlungsort gewesen wären, hätten Sie gesehen, dass die Demonstration stattgefunden hat.
  • Pat Weg 05. Februar 2022 19:31
    Ich möchte bitte ein Bild der Demo gegen Rassismus sehen. Habe keine solche Demo gefunden! Auch der Polizeisprecher hat mir nicht sagen kö nen, wo die Anti-Rassismus-Demo ist. Danke.
  • Stadtpolizei St.Gallen 08. Februar 2022 08:17
    Sie finden in den Medien Bilder wie auch Videos von der Demonstration gegen Rassismus. Zudem haben wir in unserer Mitteilung geschrieben, dass die Demonstration friedlich und ungestört stattgefunden hat. Wie Sie ebenfalls aus der Mitteilung erfahren konnten, wollte die Stadtpolizei St.Gallen ein Aufeinandertreffen der Corona-Massnahmegegnern und den Teilnehmenden der Demonstration gegen Rassismus verhindern. Deshalb haben Sie wohl keine Antwort auf den genauen Standort erhalten.