Auf einen Blick
- Standort: Stadtplan neues Fenster
- Realisierungszeitpunkt: Wettbewerbe und Bauträgerausschreibung ab 2027
- Ansprechperson: Matthias Loepfe, Leiter Gebiets- und Arealentwicklung (+41 71 224 62 32, matthias.loepfe@stadt.sg.ch)
- Planungskosten: Verpflichtungskredit des Stadtparlaments aus dem Jahr 2016 über CHF 1‘480‘000
Projektstand
Die Stadt führt die Planung für das Gebiet nördlich der Gleise auf Basis der bisherigen Erkenntnisse weiter – ohne Überdeckung der Gleise oder Autobahn. Gemeinsam mit Grundeigentümerinnen, Investoren und Immobilienentwicklern wurden verschiedene Ansätze geprüft.
Als Grundlage für die Entwicklung wird vor der Ortsplanungsrevision eine Zonenplanänderung zu einer Schwerpunktzone angestrebt. Diese ermöglicht flexible und vielseitige Neubauten.
Ausblick
Für das Kerngebiet erarbeitet die Stadt unter Einbezug der Genossenschaft Migros Ostschweiz und den SBB Leitlinien zu räumlichen, funktionalen und infrastrukturellen Aspekten. Diese werden partizipativ mit Vertretern aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Verbänden und Politik entwickelt und dienen als Basis für die Teilentwicklungen.
Auf den städtischen Flächen sollen innovative und nachhaltige Konzepte entstehen. Für das ehemalige Bahnareal an der Bachstrasse ist ein Wettbewerb für Investoren mit Baurechtsvergabe geplant. Ziel ist ein Entwicklungskonzept, das sich als Bestandteil der übergeordneten Gebietsentwicklung versteht und zentrale Infrastrukturmassnahmen umfasst. Das Areal «Fellhof» soll im Baurecht an gemeinnützige Bauträger vergeben werden.
Testplanung
In den Jahren 2016 und 2017 wurde in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Migros Ostschweiz und der SBB sowie unter Einbezug eines Begleitgremiums aus Vertretern von Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft eine Testplanung durchgeführt und ein Zukunftsbild erarbeitet. Vier interdisziplinäre Teams entwickelten im Dialog mit dem Begleitgremium unterschiedliche Lösungsansätze, die schrittweise zu einer gemeinsamen Stossrichtung für die künftige Entwicklung verdichtet wurden. Die daraus entstandene Synthese zeigt ein erhebliches Entwicklungspotenzial entlang beider Gleiskanten. Der Bachstrasse wird dabei eine neue Zentrumsfunktion zugeschrieben. Ein zentrales Element bildet zudem eine zusätzliche Passerelle als neue Verbindung für den Langsamverkehr über die Gleisanlagen. Darüber hinaus könnte eine Einhausung der Autobahn A1 (Harzbüchelgalerie) die Lärmsituation im Gebiet deutlich verbessern und südlich der Gleise neue Entwicklungsmöglichkeiten eröffnen. Die Erkenntnisse der Testplanung wurden in einem Synthesebericht zusammengefasst.
Vertiefte Prüfung Gleisüberdeckung
Im Anschluss an die Testplanung wurde die Machbarkeit einer Gesamtüberdeckung der Gleisanlagen und der Nationalstrasse im Gebiet Bahnhof St.Fiden vertieft geprüft. Das Stadtparlament hat dafür am 22. September 2020 einen Kostenbeitrag von CHF 368'500 gutgeheissen. Den übrigen und damit mehrheitlichen Anteil an den Gesamtkosten von CHF 885'000 wurde von privaten Investorinnen und Investoren und Projektentwickelnden getragen.
Die Ergebnisse der vertieften Machbarkeitsstudie zur Gesamtüberdeckung der Gleise und der Nationalstrasse im Gebiet St.Fiden zeigen, dass eine Überdeckung technisch, städtebaulich und wirtschaftlich machbar wäre. Über das weitere Vorgehen konnten die beteiligten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer jedoch keinen Konsens erzielen. Der Stadtrat entschied deshalb, auf eine Gesamtüberdeckung zu verzichten und das weitere Planungsvorhaben auf der Grundlage der bisherigen Arbeiten (Testplanung, Masterplanung und Machbarkeitsstudien Gesamtüberdeckung) und partnerschaftlich mit den Grundeigentümerschaften zu erarbeiten.
Das Gebiet St.Fiden – Heiligkreuz rund um den Bahnhof St.Fiden bietet eine grosse Chance für die zukünftige Stadtentwicklung. Bis zu einem möglichen Baubeginn soll das Areal nicht unbenutzt bleiben. Die bestehenden Brachennutzungen «Areal Bach», «Rümpeltum» und die «Kinderbaustelle» werden bis mindestens 2030 ermöglicht.
