Veranstaltungskalender
Der Veranstaltungskalender «Natur findet Stadt» ist kostenlos beim Empfang im Rathaus und im Kundenzentrum für Energie- und Umweltfragen an der Vadianstrasse 8 erhältlich. Für eine kostenlose Zustellung per Post kontaktieren Sie bitte Umwelt und Energie (Kontaktangaben am Seitenende).
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Projekt StadtWildTiere
Gärten und Wohnhausumgebungen sind wichtige Grünräume in der Stadt und bieten vielen Wildtieren, darunter auch Fledermäusen, geeignete Lebensräume. Fledermäuse nutzen die Gärten zur Jagd auf Insekten und als Flugkorridore von ihren Standorten zu den Jagdgebieten. Die St.Gallerinnen und St.Galler wurden im Sommer 2025 dazu aufgerufen, während einer warmen Sommernacht bei sich zu Hause im Garten, auf dem Balkon oder in der Wohnsiedlung Fledermausrufe aufzunehmen.
Über 17'000 Fledermausrufe aufgezeichnet
Aufgrund ihrer heimlichen Lebensweise bleiben die nachtaktiven Tiere meist unbemerkt. Fledermäuse können sich mit Echoortung im Raum orientieren und stossen dabei Rufe im Ultraschallbereich auf, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Mit speziellen Aufnahmegeräten, sogenannten AudioMoths, nahmen die Freiwilligen von StadtWildTiere St.Gallen diese Fledermausrufe auf. Dank 98 Teilnehmenden und 117 Standorten kam über den Sommer eine grosse Datenmenge zusammen: Insgesamt wurden über 17'500 Fledermaussequenzen aufgezeichnet. Die Rufsequenzen wurden von den Fledermausexpertinnen im StadtWildTiere-Team ausgewertet und konnten so einzelnen Fledermausarten oder -gattungen zugeordnet werden. Die Fledermausnachweise sind für alle Aufnahmeorte auf einer interaktiven Karten dargestellt.
Kleine Sensation: Erstnachweis einer Mopsfledermaus
Im Rahmen der Aktion «Fledermäuse rund ums Haus» konnten aufgrund der bioakustischen Aufnahmen neun verschiedene Fledermausarten nachgewiesen werden. Dabei hat sich gezeigt, dass die nächtlichen Flugkünstlerinnen in fast allen untersuchten Gärten und Wohnsiedlungen der Stadt vorkommen. Die Mehrheit der aufgenommenen Fledermausrufe stammen von den weitverbreiteten Zwerg- und Rauhautfledermäusen. Mit vereinzelten Nachweisen der Zweifarbenfledermaus und den Langohrfledermäusen wurden auch seltenen und bedrohten Arten registriert.
Besonders erfreulich ist der Nachweis der Mopsfledermaus. Zum ersten Mal konnte diese sehr seltene und auf der Roten Liste als stark gefährdet gelistete Fledermausart auf dem Gebiet der Stadt St.Gallen nachgewiesen werden. Diese Art ist hauptsächlich in Wäldern mit hohem Totholzanteil zu finden und hält sich nur sporadisch in Siedlungsnähe auf.
